Ihre Experten für neue Medien

Bekannt ausBekannt aus dem ZDF, BR und Antenne Bayern

Mobile First Indexing – was ist das und was ist ab 2021 neu?

Für Betreiber einer Internetseite oder eines Online-Shops ist Google eine unverzichtbare Traffic-Quelle. Der Platz ganz oben in den Suchergebnissen ist logischerweise am verlockendsten, jedoch auch hart umkämpft. Eine Faustregel besagt, dass ein Platz innerhalb der Top 10 notwendig ist, um mit seinen Mitbewerbern mithalten zu können. Für dieses Ziel wird viel Zeit investiert, die Rede ist von Suchmaschinenoptimierung. Doch so gut man es auch macht, die Regeln gibt Google vor. Zum Beispiel werden Internetseiten weiter oben angezeigt, wenn sie für den Suchenden tatsächlich hilfreich und relevant sind. Ein Thema ist auch das Mobile First Indexing, doch was ist das eigentlich genau?

digital3

Die Bedeutung vom Google Mobile First Index

Zu den Anfangszeiten des Internets gab es ausschließlich Stand-PCs und Notebooks. Das änderte sich jedoch mit den Jahren, sodass Smartphones und Tablets Einzug gehalten haben. Der Fokus liegt vor allem auf den Handys und deren Displays, das nämlich kleiner als bei einem Computer ausfällt. Eine Desktop-Webseite kann zwar trotzdem angezeigt werden, von einer mobilfreundlichen Ansicht kann jedoch keine Rede sein. Man muss in diesem Fall hineinzoomen und sich umständlich durch die Seite scrollen.

Damit die Betreiber sich nun mehr mit ihrer Seite auseinandersetzen und diese für mobile Geräte optimieren, hat Google Mitte 2019 für seine Suchmaschine den Mobile First Index eingeführt beziehungsweise darauf umgestellt. Das bedeutet, dass neue Domains nach der mobilen Version und nicht mehr nach der Desktop-Version indexiert werden. Fällt die mobile Anpassung „schlecht“ aus, dann geht es auch mit der Platzierung nach hinten. Egal, wie gut die Desktop-Ausgabe ist.

Wer sich für die Zukunft gerüstet sein will, sollte sich also schleunigst um die mobile Optimierung seiner Website kümmern. Einige SEO-Agenturen empfehlen sogar jetzt schon auf das Mobile First Webdesign umzusteigen. Nach diesem Ansatz werden Websites vorrangig für mobile Endgeräte entwickelt, und die „Anpassung“ erfolgt dann für die Desktop Variante.

Was ändert sich 2021?

Beim Mobile First Index werden zwar die mobilen Seiten für die Bewertung des Rankings einer neuen Domain hergenommen, die nicht responsiven Webseiten blieben aber trotzdem in den Suchergebnissen. Langfristig natürlich ein Nachteil, da diese immer weiter absteigen.

Mit Februar 2021 haben die Desktop-Versionen nun gar keine Chance mehr, da aus dem Mobile First Index die Mobile Indexierung wird. Das bedeutet, dass die Internetseite mobilfähig sein muss. Ist es der Fall, dann bleibt man auch im Ranking (unter Umständen kann sich jedoch die Position ändern). Ist es nicht der Fall, dann erfolgt der Rausschmiss aus dem Google-Index. Man kann auch sagen: Desktop-Seiten werden nach der Umstellung nicht mehr angezeigt und man verschwindet ohne Anpassung für mobile Geräte aus den Google-Suchergebnissen.

Was bedeutet das für die Betreiber einer Seite oder eines Online-Shops?

Das Mobile First Webdesign & das Mobile First Indexing ab 2021 bleiben vom Kern her gleich, jedoch werden in den Ergebnissen ab diesem Zeitpunkt keine Desktop-Versionen mehr berücksichtigt und angezeigt. Bedeutet: Möchte man sein Ranking nicht verlieren und auch ab Februar 2021 in den Suchergebnissen von Google zu finden sein, dann muss die Seite oder der Shop responsive beziehungsweise mobilfähig sein. Genau auf diesen Punkt hin müssen die Betreiber ihre Webseite kontrollieren und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Vergisst man darauf, dann hat es schwerwiegende Folgen auf die Einnahmen. Wenn die Internetseite nämlich plötzlich nicht mehr bei Google zu finden ist, dann bedeutet es automatisch weniger Traffic und keinen Umsatz mehr über diesen Weg. Auch waren die ganzen SEO-Arbeiten, die in den Monaten und Jahren zuvor gemacht wurden, umsonst.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass über 70 Prozent der Seiten bereits den Status „mobil indexiert“ haben. Es betrifft also schlussendlich weniger als 30 Prozent. Ob ältere Domains mobilfähig sind, wird von Google bis 2021 überprüft.