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Intensivtest: Cyber Snipa Sonar 5.1 Headset

Ich lege einen sehr hohen Wert auf den perfekten Sound, da ich sehr gern am Computer Musik höre. Seit etwa 2 Jahren habe ich kein Soundsystem mehr an meinen Computer angeschlossen, das liegt daran, dass man bei mir sonst immer lautstark mithören könnte. Das möchte ich nicht, deswegen habe ich mich an ein Headset gewöhnt. Mich stört es immer sehr, wenn ich Kabel um mich herum verlegen muss, damit der Computer das Headset erkennt, deswegen habe ich mich damals für ein kabelloses Modell von Philips entschieden. Nach etwa einer Woche Testzeit habe ich mich entschieden, mein Urteil über das Headset abzugeben. Ich kann jetzt schon voraussagen, dass der Sound absolut klasse ist, dafür sagen mir aber verschiedene andere Aspekte nicht ganz zu.


Als ich das Gerät zum ersten Mal gesehen habe, da fiel mir direkt die optisch sehr schöne Verpackung auf. Sofort kam mir in den Sinn, dass die Form der Verpackung sehr gut zum Headset passt. Damit der Käufer sein Headset vor dem Kauf auch sehen kann, wurde das Cyber Snipa Sonar 5.1 hinter einer dicken Plastikfolie versteckt. Da die Verpackung etwas tiefer als das Headset dick ist, sorgt eine Plastikverankerung für ausreichend Halt beim Transport. Neben dem Headset mit dem 3 Meter langen USB-Kabel liegt der Verpackung eine prägnante Beschreibung und eine Treiber-CD bei.

Optik des Cyber Snipa 5.1

Nachdem ich das Gerät komplett ausgepackt hatte, bemerkte ich die angenehme und leichte Bauweise. Das Headset fühlt sich nicht irgendwie schwer, sondern angenehm zart an. Zart ist natürlich relativ und soll nur verdeutlichen, dass ich annehme, dass das Headset angenehm auf dem Kopf sitzt und nicht drückt. Die beste Verarbeitung nutzt allerdings nicht viel, wenn mir die Optik insgesamt nicht so zusagt. Eigentlich sollen die Farben wie rot besonders zur Geltung kommen, doch ich finde, dass dies eher ein grelles Pink ist. Der Stoff der Kopfhörer geht gar nicht, finde ich. Würde ich ein derartiges Produkt sehen, dann würde ich es einfach nicht kaufen, weil mir die Optik nicht zusagt. Schon wesentlich besser gefallen mir die seitlich an den Kopfhörern angebrachten Gitter aus dunkelrotem Lack.

Sehr gut gefällt mir die in dem Kabel integrierte Fernbedienung, die meines Erachtens sehr hochwertig wirkt. Alle Tasten wurden auf dem metallähnlichen Element eingebunden und mit zwei LEDs ein wenig veredelt. Diese Bedienung wirkt auch recht hochwertig, da keine Ausschnittreste der verwendeten Plastik mehr zu sehen sind. Ein weiter Kritikpunkt leider ist das Mikrofon. Wenn ich die Leistung des Mikrofons erst einmal vollkommen außer Acht lasse, dann muss ich sagen, dass mir dieses nicht wirklich gefällt. Das Mikrofon wurde hinter einem dicken Plastikkörper versteckt, das wirkt leider nicht so hochwertig. Wesentlich besser dafür gefällt mir das Kabel zu Mikrofon, welches hinter einer biegsamen Metallschicht verborgen ist. Dies wirkt sehr futuristisch und konnte bei mir absolut Pluspunkte sammeln, weil das Mikrofon somit richtig gut eingestellt werden kann.

Soundtechnik
Auf der Rückseite der Verpackung wird sehr deutlich erklärt, welche hochwertige Technik im Headset steckt. So verfügt das Sonar 5.1 von Cyber Snipa über acht verschiedene Membranen, die für den optimalen Klang sorgen. Neben dem riesigen Subwoofer auf jeder Seite gibt es sozusagen die Satelliten, die für den 5.1 Sound sorgen.

Installation
Die Installation des Headsets funktioniert sehr einfach, da es sich bei dem Headset um ein Plug&Play Gerät handelt. Einmal das USB 2.0 Kabel in einen freien USB-Port gesteckt und schon erkennt das Betriebssystem die neu angeschlossene Technik und fragt sofort nach einem Treiber. Die CD ist schnell eingelegt und sofort installiert sich der Treiber und nach der Installation der kleinen Software kann man sofort starten.

Software
Einfach toll, dass Cyber Snipa Wert auf eine wirklich sehr gute Software legt. Diese stört kein bisschen oder beeinflusst die Geschwindigkeit des Betriebssystems, obwohl diese bei jedem Start automatisch lädt. Nachdem das Headset am Computer eingesteckt wurde, wird dieses als primäres Out und Input Device konfiguriert, somit schalten sich alle anderen Kopfhörer und Lautsprecher stumm. Nachdem ich die Software zuerst einmal gestartet hatte, analysierte ich die Funktionalität. Auf den ersten Blick ist die Software eigentlich sehr identisch mit den vielen anderen Programmen verschiedener Soundkarten aufgebaut. Zuerst habe ich mich an den Equalizer gesetzt, denn der perfekte Sound ist mir sehr wichtig. Neben den üblichen Vorschlägen für Equalizer-Einstellungen, die mir allesamt nicht passen, kann man seine benutzerdefinierte Konfiguration einstellen. Den Bass habe ich schon aufgedreht, außerdem die Höhen noch etwas mehr eingestellt und nach ein paar weiteren Klicks war der für mich optimale Sound perfekt.

Intensivtest mit Skype
Auf der Verpackung ist ein schönes Logo eingebunden, welches darstellen soll, dass das Headset für Skype regelrecht geboren wurde. Es ist mir sehr wichtig, dass ich bei Konversationen den optimalen Klang habe, deswegen habe ich eine Woche lang über Skype telefoniert und das Mikrofon getestet. Mir ist aufgefallen, das wurde mir auch mehrfach bestätigt, dass das Mikrofon die Stimme ein wenig verzerrt. Über die Software lässt sich das leider nicht regulieren, deswegen muss man immer damit rechnen, dass der aufgenommene Sound nicht gerade hervorragend ist. Mich stört das an sich nicht, aber natürlich nervt das die Gesprächspartnern. Bei Skype konnte mich das Gaming-Headset also nicht ganz überzeugen. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass das Mikrofon alle Atemgeräusche sehr detailgetreu aufnimmt.

Force Feedback
Eine Woche lang habe ich getestet, was das Zeug hält, letztendlich habe ich das Force Feedback für absolut genial gehalten. Sowohl bei Musik als auch bei Spielen wackelt der Kopf richtig genial mit. Dafür gibt es von mir einen richtig großen Pluspunkt, denn Force Feedback ist mir sehr wichtig. Zum Glück lässt sich das Force Feedback in drei verschiedene Stärken einstellen, das gefällt mir zudem noch sehr gut.

Test mit Spielen
Ich habe ganz klar ein Gaming-Headset, deswegen ist es natürlich ein Muss, dass ich dieses auch bei Spielen wie Far Cry und S.T.A.L.K.E.R in wenig teste. Auf der Verpackung steht, dass es sich bei dem Cyber Snipa Sonar 5.1 um ein On Target Gaming Headset handelt. Darunter verstehe ich, dass es den entscheidenden Vorteil bei Spielen bietet, indem ich den Gegner rechtzeitig hören kann. Ich kann nur sagen, dass das Gaming-Headset mich bei dieser Eigenschaft absolut überzeugt hat. Durch die geniale Verteilung der verschiedenen Membranen konnte ich jeden Schritt noch viel eher als bei einem normalen Lautsprecher hören. Für Spiele ist das Headset also unbedingt zu empfehlen.

Fazit
Insgesamt hat das Headset schon einige Makel, über die man nicht so einfach hinwegsehen kann, aber es gibt auch sehr viele schöne Seiten am Cyber Snipa Sonar 5.1, zum Beispiel die Einstellmöglichkeiten der Software, der grandiose Klang und die Konfiguration und Asrichtung des Mikrofons. Alles in allem kann ich das Headset nur an wirklich Gamer empfehlen, die nicht unbedingt großen Wert auf ein ein absolut geniales Mikrofon, sondern eher auf den perfekten Klang der Kopfhörer angewiesen sind. Für den Normalverbraucher würde sich das knapp 70 Euro teure Headset nicht lohnen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Online-Shop Gamersware bedanken, der mir das Headset für Testzwecke zur Verfügung gestellt hat.

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