Facebook mit 200 Millionen Nutzern und ohne Geld

Bereits vor wenigen Stunden habe ich berichtet, dass Facebook, das weltweit größte soziale Netzwerk, innerhalb von nur acht Monaten die Anzahl der aktiven Nutzer verdoppelt hat. Jetzt sind es 200 Millionen Nutzer, diese verursachen natürlich sehr viel Traffic. Dieser entsteht durch die hochgeladenen Bilder und die verschiedenen weiteren Funktionen.

Ich glaube, dass es im Internet schon kaum etwas teureres gibt als Traffic. Facebook muss immer wieder verschiedene Kredite aufnehmen, um genügend Serverleistung für die Mitglieder zu kaufen. Erst kürzlich berichtete das Magazin Businessweek, dass Facebook auf der Suche nach einem Kredit ist. Dagegen kann man ja nichts sagen. Sehr beeindruckend aber ist die Höhe der Kreditsumme. Dazu kann ich etwas sagen. Es sind rund 100 Millionen US-Dollar, die anscheinend sehr dringend benötigt werden, um Mitgliedern genügend Geschwindigkeit bieten zu können.

Finanzchef Guideon Yu soll bereits vor kurzem einen Kredit von etwa 500 Millionen US-Dollar an Land gezogen haben. Irgendwie merkwürdig, dass dieses weltweite Netzwerk nur etwa 300 Millionen US-Dollar verdient. Es hat immer mal jemand mit seinem Geld zu knuppern, das ist natürlich vollkommen normal. Ich sage mir immer, dass es überhaupt kein Problem ist, solange man dies als Nutzer nicht mitbekommt. Vielleicht muss man später auch mal kleine Gebühren bezahlen, zum Beispiel statt der GEZ Rundfunkgebühr eine Social Network Nutzungsgebühr für alle sozialen Netzwerke. Das wäre doch mal eine Geschäftsidee - oder etwa nicht?

Kommentare

m4gic
13.04.2009, 01:26

facebook hat wenig werbung integriert finde ich. das ist gut - aber eben nur für den nutzer

Heiko Zaenker
16.04.2009, 13:19

Ich glaube, das Problem mit den Sozialen Netzwerken liegt auch darin, dass die Anbieter viel zu sehr darauf setzen, dass die Nutzer sinnvolle Inhalte erstellen. Man bräuchte Redaktionen, die gezielt bestimmte Themen anstoßen. Dann kann auch die passende Werbung dazu geschaltet werden, mit viel besseren Erträgen. Gebühren dagegen müßten auf alle Anbieter verteilt werden und würden dann auch nicht helfen.

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