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Anonymous: Website der Gema vom Netz

Es wurde angekündigt, nun ist es Realität. Anonymous nimmt dank einer Sicherheitslücke die Webseite der Gema vom Netz. Momentan sind keine selbst eingestellten Inhalte der Gema zu sehen. Zu Anfang wurde noch eine "amüsante" Meldung von Anonymous (siehe unten) angezeigt.

Die Internetseite der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema, ist zurzeit nicht im Netz erreichbar. Eine Sicherheitslücke wurde der Gesellschaft zum Verhängnis. Teilweise war zu Anfang des Hacks folgende Meldung zu lesen: "Leider ist diese Seite (nicht nur) in Deutschland nicht verfügbar, da sie auf ein Unternehmen verweisen könnte, für das Anonymous die erforderlichen Freiheitsrechte nicht eingeräumt hat." Zu den Angriffen bekannte sich bereits die Hackervereinigung Anonymous, zumindest eine Splittergruppe. Über längere Zeit war die Seite gar nicht erreichbar. Wie eine Sprecherin nun bekannt gab, werde die Seite bereits seit Sonntagnachmittag angegriffen. Seit dieser Zeit analysieren aber auch nach eigenen Angaben Spezialisten den Angriff und alles weist auf eine Attacke von Anonymous hin.

Gema vs. YouTube und Google

Um was geht es? Die Gema und YouTube, eine Tochter von Google verhandeln seit längerer Zeit über eine Vergütung für Musik-Videos auf der Plattform. Zahlreiche Musikstücke sind deshalb für Nutzer in Deutschland gesperrt und nicht abspielbar. Das Unternehmen blendet bei besagten Videos einen Hinweis ein, dass der Song nicht verfügbar sei, "da die Gema die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat".

Was allerdings noch unklar ist, wie die Hacker Zugang zu der Website erhielten. Nach Informationen des Internet-Portals Gulli.com sollen die Aktivisten aber nach eigenen Angaben eine kritische Sicherheitslücke ausgenutzt haben. Erst im Juni war die Gema-Site Ziel einer DDoS-Attacke gewesen.

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