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Microsoft schließt durch Android-Patente neuen Deal ab

Das Unternehmen Microsoft hat einen Patentdeal hinsichtlich Android abgeschlossen. Das berichtet das Handelsblatt. Damit ist das in Redmond ansässige Unternehmen drittgrößter Patenthalter in den USA. Und das schlägt sich auch auf die Kriegskasse nieder. Das Unternehmen erhält für jedes verkaufte Android-Gerät zwischen fünf und zwölf US-Dollar. Zum Vergleich: Pro Tag werden laut Google zirka 300.000 Smartphones und Tablet-PCs angemeldet.

Das Unternehmen Wistron hat ein Lizenzabkommen mit Microsoft abgeschlossen. Darin ist die Nutzung von Microsoft-Patenten beschrieben, die das Betriebssystem Android tangieren. Darunter fallen laut Microsoft "alle Geräte von Smartphones über Tablets bis hin zu E-Readern". Nähere Details zum Deal selbst wollen beide Unternehmen nicht nennen. Wistron ist einer der größten Hersteller von Konsumelektronik in Taiwan. Das Geschäft wird Microsoft Millionen in die Kriegskassen spülen.

Patente sind eine Goldgrube

Dass Microsoft ganz vorne mitmischt, ist verständlich. Das Unternehmen besitzt neben Samsung und IBM die meisten Patente. Und wenn durch jedes verkaufte Android-Gerät Geld eingenommen wird, ohne selbst etwas dafür zu tun, kann das dem Softwarekonzern nur gefallen. Geht man alleine von der niedrigsten Summe aus, verdient Microsoft, dank Android-Patenten, 1,5 Millionen US-Dollar pro Tag. Im Jahr sind das mal eben 547,5 Millionen US-Dollar. Wahrscheinlich kratzt die Summe aber eher die Milliardengrenze.

Es ist ein regelrechter Patentkrieg entfacht. Ende Juni haben Apple und Microsoft gemeinsam um über 6.000 Patente gerungen. Dabei soll es laut Wirtschaftsexperten um die Bereiche Mobilfunk, Internet und Netzwerk des Unternehmens Nortel gegangen sein. Alleine dieser Deal wird auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.