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Analoges oder digitales Notizbuch?

Egal ob bei der Konzeptentwicklung im Job, oder beim Schreiben von Dankeskarten oder Briefen im Privatbereich – im Alltag ist häufig Kreativität gefragt. Wenn die Ideen mal nicht sprudeln, sollen Kreativitätstechniken wie Mindmapping oder die Walt-Disney-Methode unsere Hirnströme wieder ankurbeln. Doch was, wenn endlich ein Geistesblitz den Nächsten jagt? Wo speichern Sie Ihre Ideen dann am besten ab, damit diese nicht gleich wieder im Nirwana verschwinden? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie schreiben Ihre Einfälle ganz klassisch in einem Notizbuch auf oder Sie entscheiden sich für die digitale Variante. Was beide voneinander unterscheidet, zeigen wir Ihnen hier.

Was sind digitale Notizbücher?

Im Gegensatz zum guten alten Tagebuch sind digitale Notizbücher grundsätzlich Sammlungen von Webseiten, Bildern oder Links, die Sie privat auf Ihrem Rechner oder einem mobilen Endgerät speichern. Schon ein systematisches Ordnersystem zählt dazu. Daneben gibt es mit EverNote oder OneNote spezielle Anwendungen, mit denen Sie Inspirationsquellen online hinterlegen können. Das bringt einige Vorteile mit sich:

  • Daten sind jederzeit verfügbar: Vor allem mit Cloud-basierten Tools oder als App können Sie Ihre gesammelten Inhalte fast überall und jederzeit abrufen – besonders praktisch für unterwegs oder im Beruf.
  • Einbindung verschiedener Medien: Die Zeiten des lästigen Abschreibens sind vorbei. Mit digitalen Tools lassen sich Bilder, Videos oder sogar Audiodateien mit einem Klick speichern. Lieblingsrezepte nachzukochen wird so zum Kinderspiel.
  • Such- und Verwaltungsfunktion: Bookmarks, Stichwortsuche sowie Unterkapitel stellen sicher, dass selbst der aktuelle Einkaufszettel im Datenwust nicht verloren geht.

Diese Mankos gibt es bei digitalen Notizbüchern zu beachten

Digitale Anwendungen bieten aber nicht für jedes Problem eine Lösung. Für folgende Punkte gibt es Abzüge:

  • Nötige Hardware anschaffen: Um digitale Notizbücher überhaupt nutzen zu können, brauchen Sie eine gute Internetverbindung und dazu einen PC oder ein Smartphone. Das kostet Geld.
  • Frage des Datenschutzes: Zwar sind seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor allem personenbezogene Daten (Bsp. Geburtsdatum, Name, Herkunft) besonders geschützt. Aber gilt das auch für Ihre erstellten Inhalte? Zudem besteht online immer die Gefahr eines Hackerangriffs, durch den Daten eventuell verschwinden.
  • Zusätzliche Kosten: Zwar sind viele Notizbuch-Tools kostenlos. Wenn Sie jedoch alle Funktionen nutzen möchten, müssen Sie oft zusätzliche Gebühren zahlen.

Ideen ganz old school auf Papier notieren

Ist Ihnen das alles zu heikel, schreiben Sie Ihre Einfälle klassisch in Notizbüchern aus Papier nieder. Sie überzeugen nach wie vor durch diese Eigenschaften:

  • Platz für Individualität: Menschen sind nun mal unterschiedlich –genauso individuell organisieren sie ihre Notizen und Ideen. Dabei sind Ihnen mit einem Notizbuch keine Grenzen gesetzt. Egal ob Tabellen oder Blasen-Diagramme – machen Sie auf dem Papier Ihre eignen Regeln.
  • Balsam für die Augen: Stundenlang auf Displays oder Monitore zu starren, ist für die Augen sehr anstrengend. Zudem hemmt das bläuliche Licht die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin – ärgerlich, wenn Sie aber eigentlich ins Bett wollen. Da ist der Blick auf nichtfluoreszierendes Papier eine willkommene Abwechslung.
  • Coole Designs: Wer hat gesagt, dass Notizbücher immer langweilig aussehen müssen? Angesagte und konfigurierbare Designs (gesehen bei brandbook) machen aus ihnen stylische Accessoires mit Sammlerwert.
  • Schreiben ist gut fürs Gedächtnis: Kein Scherz! Vor allem Neugelerntes bleibt schneller und langfristiger im Kopf, wenn Sie es mit Papier und Stift aufschreiben.
  • Günstiger Preis: Die kleinen Ideenfabriken gibt es in Drogerien oder im Fachhandel schon für ein paar Euro.

Die analoge Welt hat kleine Mängel

Im Vergleich zur digitalen Variante weißt das klassische Notizbuch ebenfalls ein paar Schwachstellen auf:

  • Keine Schutzfunktion: Der größte Feind handschriftlicher Notizen ist Wasser. Schon ein umgekipptes Glas kann dafür sorgen, dass Einfälle und Ideen nicht mehr zu entziffern sind.
  • Ordnung ist Pflicht: Sonst sind wichtige Daten oder Ideen auf den zahlreichen Seiten nicht mehr auffindbar. Am besten gewöhnen Sie sich gleich ein festes Schema an, nach dem Sie wichtige Dinge auffällig markieren.
  • Was weg ist, ist weg: Haben Sie bei einer wichtigen Präsentation Ihr Büchlein zuhause vergessen oder es im schlimmsten Fall sogar verloren, gibt es kein Backup, dass Ihnen Ihre Dokumente wiederherstellt.

Die persönliche Präferenz ist entscheidend

Notizbücher sind heute immer noch zuverlässige Helfer im Alltag und ein Quell neuer Ideen oder Ansätze. Für welche Form der kleinen Bücher Sie sich am Ende entscheiden, hängt von Ihrer persönlichen Präferenz ab. Für Technikfreaks, die viel am Computer arbeiten, ist die digitale Variante die beliebtere Lösung. Lieben Sie jedoch das Gefühl von Papier unter Ihren Fingern oder machen Sie gerne Ihre eigenen Regeln, empfehlen wir Ihnen ein klassisches Notizbuch.

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