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Betrügerische Onlineshops: Wie erkenne ich sie?

Onlineshopping ist einfach, unkompliziert und bequem vom heimischen Sofa aus zu erledigen. Umständliches Autofahren oder ermüdendes Tragen der Einkaufstaschen bleiben hier erspart – anstatt mühsam von Laden zu Laden zu gehen kann man online Hunderte von Shops in nur wenigen Minuten aufrufen.

Eine bequeme Art des Shoppings mit einem Nachteil, der von gutgläubigen Kunden übersehen wird: Durch Erstellen falscher Onlineshops und Stehlen sensibler Daten der Kunden werden jedes Jahr allein in Deutschland Tausende Nutzer beraubt. Gerichtlich geschlichtet werden die wenigsten Fälle – Kunden verlieren so nicht nur das Geld, dass sie in vermeintlich legitimen Shops ausgegeben haben, sondern werden darüber hinaus im Schlimmsten Fall Opfer von Identitätsdiebstahl und mehr.

Laut der Website Statista betrugen die von Cyberkriminalität in Deutschland 2017 verursachten Kosten ca. 71.8 Millionen Euro. Die Polizei erfasste 2017 knapp 86.000 Betrugsfälle, ein gigantisches Plus von 40.000 Fällen im Vergleich zum Jahr 2015.

Viele Online-Shopper erkennen potenziell betrügerische Seiten nicht und wenn doch ist es meistens schon zu spät, um noch einzugreifen und den Schaden zu verhindern. Dann hilft meistens nur noch das Melden der Website und Kreditkarten und weitere Zahlungsmethoden vorsichtshalber sperren zu lassen.

Zwei häufige Formen des Online-Betrugs

Nr. 1: Identitätsdiebstahl

Eine beliebte und sehr häufig angewendete Betrugsform ist der Identitätsdiebstahl. Hier gibt der Kunde oder die Kundin persönliche Daten, wie etwa Kreditkarteninformationen, Lieferadressen, Namen o.ä. an. Die Website verkauft diese sensiblen Informationen nun an Dritte weiter, die diese Informationen dann nutzen, um sich anderswo als ihr Opfer auszugeben, um damit Online-Konten zu plündern oder E-Mail-Accounts zu hacken.

Nr. 2: Abofalle

In diesem Fall bietet eine Website einem Kunden oder einer Kundin meist eine kostenlose Dienstleistung an, bei der eine Registrierung oder Anmeldung erforderlich ist. Hierfür ist meistens die Angabe eine Telefonnummer oder Emailadresse obligat, zusätzlich auch ein Bestätigen einer Nutzungserklärung oder einer Einverständniserklärung. Bei dieser Unterzeichnung dieser Verträge wird oft ein verstecktes Abonnement aktiviert, mit dem sich der Kunde oder die Kundin auf längere Zeit verpflichtet. Die Website benachrichtigt nun den Kunden oder die Kundin, dass ein Widerrufsrecht abgelaufen sei und das der Vertrag nun für die abgesprochene Zeit laufen würde. Manchmal ist gegen eine einmalige hohe Gebühr die Kündigung möglich, meistens muss jedoch die Polizei und/oder Rechtsbeistand hinzugezogen werden. Das nennt man dann Abofalle.

Wie erkenne ich Online-Betrug?

In den meisten Fällen erkennt man Online-Betrug an unseriösen Layouts oder dubioser Gestaltung. Diese lassen meist zu wünschen übrig und Logos sind oft unscharf oder gar nicht zu erkennen oder stark an bekannten Websites orientiert beziehungsweise gleich vollständig übernommen. Oft kommen die Hersteller aus dem Ausland und bieten kostenlosen Versand an. Marken sind dann meist gefälscht oder billige Duplikate.

Ein anderer Weg, die Echtheit einer Website zu überprüfen ist das Lesen der Kundenbewertungen auf unabhängigen Portalen wie etwa Trustpilot. Diese fehlen bei falschen Anbietern oder ähneln sich in Aufbau und Sprache deutlich. Hierfür werden der gesunde Menschenverstand und ein wenig Bauchgefühl benötigt – wenn ein Angebot zu gut scheint, ist es das in den meisten Fällen auch. Auch auf www.betrug.org kann man solcherlei Aufklärung finden.

Im Internet gibt es oft hilfreiche Listen von betrügerischen oder falschen Websites, auf denen das Kaufen nicht empfehlenswert ist. Hier etwa lässt sich eine Liste verschiedener Websites finden, die betrügerisch auffällig geworden oder auf denen Kunden/innen beraubt worden sind. Sind Sie sich unsicher, ist ein Blick auf einer dieser Listen empfehlenswert.

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