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Diese Features wird das Redstone 5-Update für Windows 10 haben

Microsoft hat sein Versprechen in Bezug auf Windows 10 gehalten und entwickelt das Betriebssystem stetig weiter. Das sechste Feature-Update wird unter dem Codenamen Redstone 5 entwickelt und ist so gut wie fertig. Bis zur Freigabe im Oktober 2018 wird es keine neuen Funktionen mehr geben, stattdessen liegt der Fokus auf das Beseitigen von Fehlern. Doch was steckt überhaupt in diesem Update beziehungsweise auf was dürfen sich die Nutzer freuen? Vorweg kann man sagen, dass es ein sehnlich gewünschtes Feature endlich ins System geschafft, hat, dafür musste man aber ein anderes streichen.

Der Windows Explorer im Dark Mode

Viele PC-Nutzer arbeiten lieber mit dem dunklen Modus (auch Dark Mode genannt), denn in manchen Situationen (zum Beispiel bei wenig Licht) ist dieser einfach angenehmer für die Augen. Bislang hat Microsoft dies aber nur für die Apps umsetzen können, denn diese sind einfacher aufgebaut. Der allseits bekannte Windows Explorer hingegen baut auf wesentlich älteren Systemkomponenten auf, was das Ganze zu einer deutlich komplizierten Aufgabe macht. Nun konnte man aber die Mission erfolgreich abschließen und stellt mit Redstone 5 eines der meistgeforderten Funktionen zur Verfügung. Damit der Dark Mode aktiv ist, muss einfach in den Einstellungen unter „Personalisierung“, „Farben“ und „Standard-App-Modus“ die Option „Dunkel“ ausgewählt werden. Fertig, ab diesem Moment sind sowohl die Apps als auch der Windows Explorer im dunklen Anstrich gehalten.

„Sets“ ist nicht mit dabei

Ein weiteres großes Feature im neuen Update hätte „Sets“ sein sollen. Dahinter verbirgt sich das Tab-Feature, welches man zum Beispiel auch schon im Browser vorfindet. Man hat demnach nicht mehr mehrere Fenster offen, sondern springt mithilfe von Tabs hin und her. Die programmübergreifende Umsetzung ist allerdings ein großes Projekt, sodass Microsoft die Zeit für eine fristgerechte Freigabe nicht einhalten kann. Zwar besteht „Sets“ schon in einer Art und Weise, doch das Unternehmen ist noch nicht ganz zufrieden damit. Auch wenn man diesmal darauf verzichten muss, der Konzern wird es in Windows 10 integrieren. Die Frage ist also nicht ob, sondern wann es so weit sein wird. Aktuell ist man sich selbst noch nicht sicher, ob das Projekt bis zum übernächsten Update (Frühjahr 2019) fertig wird.

Weitere Verbesserungen

Neben den großen Modifizierungen gesellen sich noch viele kleinere dazu. Ein Beispiel wäre die Zwischenablage, die jetzt wesentlich effektiver arbeitet. Früher konnte man nur ein Element darin zwischenspeichern, nun sind mehrere Dateien möglich (Bilder, Texte usw.). Des Weiteren kann Windows 10 nach der Installation von Redstone 5 mit dem Bildformat „HEIF“ umgehen, welches von Apple bekannt gemacht wurde. Während das Startmenü eine neue Vorschaufunktion bietet und der Task-Manager jetzt auch den Stromverbrauch anzeigt, genießt vor allem der Edge-Browser viele Änderungen. Sei es die neue Menü-Struktur, der Fokus-Assistent oder auch die für die Leseansicht einstellbaren Farbschemen.

Auffällig ist auch die immer stärkere Cloud-Anbindung. Dabei orientiert sich Microsoft ganz am aktuellen Trend, denn auch viele andere schlagen diesen Weg ein. Während also das Betriebssystem selbst auf der Festplatte schlummert, werden die persönlichen Daten sowie die Einstellungen in der (Microsoft-)Cloud und damit fernab vom Rechner gespeichert. Der Nutzen daraus ist natürlich klar, man hat seine Daten immer dabei (also auch am Smartphone und Tablet) und es kann nichts verloren gehen.

Redstone 5 ist kostenlos

Für Windows-10-Nutzer wird die Aktualisierung ab Oktober 2018 kostenlos bereitgestellt. Die Installation muss zwar nicht sofort erfolgen, doch schon alleine aus Sicherheitsgründen sollte dies geschehen. Von den Funktionen her sind vor allem der Dark Mode, die Optimierungen im Edge-Browser und die weitere Ausbreitung von Microsofts neuer Designsprache „Fluent Design“ interessant.