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Karten und Bezahl-Apps werden beliebter - wegen Corona

Die neueste Verbraucherstudie hat es offiziell bestätigt: Der Abkehr vom Bargeld wurde durch die Verbreitung des Coronavirus beschleunigt. Der Hygiene zuliebe verzichten die Menschen auf den Kontakt mit Scheinen und Münzen und ziehen ihnen die Karten und Bezahl-Apps vor. Die Handelsbranche sollte sich auf weiter steigende Beliebtheit des kontaktlosen Zahlens einstellen und den Kunden die Option zusätzlich zum Barzahlen anbieten.

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Bargeld oder Karte?

Die großen Handelsketten wussten die Vorteile der Kartenzahlungen längst vor dem Corona-Ausbruch zu schätzen. Einige von ihnen haben mit Schildern vor den Kassen hingewiesen: "Kartenzahlungen schon ab einem Cent willkommen". Auch unter kleineren Händlern war die Kartenzahlung beliebt. Ein ganz spezifisches Beispiel: 2017 öffnete in Hamburg ein Café, das nur bargeldlose Zahlungsmittel akzeptiert. Auch die Lösungen, die der Branche die Kartenzahlungen vereinfachen, waren bisher gegeben. So hatte beispielsweise das Unternehmen SumUp mit seinen Kassensystemen die Kartenterminals angeboten, die ohne Schwierigkeiten und mit transparenten Kosten die Kartenzahlungen möglich machen.

Woran die schnelle Abkehr vom Bargeld allerdings scheiterte, ist der deutsche Kunde. Noch immer - nach allen Auswirkungen des Coronavirus - präferieren 56 % der Verbraucher hierzulande das Bargeld als Zahlungsmittel. Europaweit sind nur Österreicher mit einem Prozentpunkt über den Deutschen dem Bargeld treuer.

Zahlarten im Wandel: Das Coronavirus trägt zur Beschleunigung bei

Verglichen etwa mit Schweden, wo nur 15 % der Bevölkerung das Bargeld bevorzugen, sind die Zahlen noch immer hoch. Letztes Jahr, vor dem Ausbruch des Virus, lagen die Zahlen in Deutschland allerdings noch höher. Damals gaben sogar 60 % der repräsentativ Befragten an, Zahlungen mit Bargeld vorzuziehen. Der Rückgang fiel mit vier Prozentpunkten also relativ stark aus.

Hervorzuheben ist dabei auch die Tatsache, dass die Anzahl der bargeldlosen Transaktionen besonders bei kleineren Beträgen traditionell extrem gering ist. Im unteren einstelligen Bereich (bei Summen bis zu fünf Euro) greifen die Verbraucher laut der Statistik bei fast jedem Vorgang nach Scheinen und Münzen. Dies liegt hingegen nicht nur an den Konsumenten selbst. Solche Transaktionen werden häufig von Bäckereien, Kiosken und kleinen Händlern generiert, die oft über kein Kartenzahlungsgerät verfügen. Eine Nachholungsmöglichkeit gibt es auch bei diesen Händlern. Das SumUp 3G Kartenterminal ist beispielsweise nicht kassengebunden und kann auch von nicht-stationären Händlern ohne Schwierigkeiten verwendet werden.

Datensicherheit: Ein Hindernis für das bargeldlose Zahlen

Es wird erwartet, dass der Anteil der bargeldlosen Zahlungsvorgänge in Zukunft weiter zunehmen wird. Die Ansteckungsgefahr, die das Überreichen der Scheine bringt, lässt die Verbraucher die Meinung vom Bargeld ändern. Auch für das Personal hat es Vorteile, wenn der Kunde sagt: "Einmal mit Karte, bitte". Dabei kommt aber die dritte Partei ins Spiel, nämlich die Banken und die Anbieter der Bezahl-Apps, die inzwischen auf den Handys verbreitet sind. Einer der Gründe, warum die Barzahlungen bei vielen beliebter sind, ist die Unsicherheit der Kunden, ob mit Daten und Zahlungsinformationen zuverlässig umgegangen wird. Die Experten sind sich einig: Gelingt es den Anbietern, die Kunden mit Datenschutz zu überzeugen, wird sich das Kaufverhalten zugunsten der Apps noch schneller ändern. Bis das Vertrauensniveau steigt, können die Bezahl-Apps und Online-Banking-Produkte mit einer verbesserten Funktionalität punkten und so für sich selbst werben. Übersichtliche Informationen zum Zahlungsverkehr, Statistiken und die Möglichkeit, mehrere Konten anzuknüpfen, sind für viele Kunden attraktiv und führen dazu, dass sie immer öfter mit Smartphone als mit Bargeld ihre Einkäufe bezahlen.

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