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Review: Was taugt RusVPN?

Der VPN-Provider RusVPN ist ein Neuling auf dem Markt, der momentan mit seinem Netzwerk in 29 Ländern vertreten ist und davon haben viele Standorte nur einen Server. Die Gebühren fangen bei 2,99 Euro im Monat an, wenn ihr den Rabatt im Moment ausnützt. Als Zahloptionen werden PayPal, Kreditkarte, WebMoney, QIWI und zahlreiche weitere akzeptiert. Einen Probemonat gibt es nicht, doch eine „Geldzurück-Garantie“ für 30 Tage.

Privatsphäre und Logging

Zum Thema Privatsphäre Logdateien hält sich RusVPN überraschend bedeckt, da keine Informationen auf der Startseite hinterlegt wurden und eine spezielle Infoseite fehlt. Einzig versichert der Anbieter in einem knappen Satz, dass die VPN-Nutzung nicht geloggt wird. Der Punkt Privatsphäre-Richtlinien beschreibt, dass es ein nicht dauerhafte Log-Verbinndung zur Lösung technischer Probleme betrieben wird.

Laut den Informationen würde die Aktivität im Browser nicht überwacht und es würden keine Aufzeichnungen stattfinden, weil dies mit den vorhandenen Schnittstellen unmöglich sei. Alle Daten für die Nutzung des Dienstes sind anonym und stehen nicht in Verbindung zu der realen öffentlichen IP-Adresse. Unklarheit bleibt wegen der fehlenden Beschreibung technischer Details.

Apps

Nach der einfachen Einrichtung eines RusVPN Benutzerkontos, Übermittlung der E-Mail-Adresse und Zahlung der Nutzungsgebühr erfolgt eine Umleitung zu einer Web-Konsole. Die App läuft unter den Betriebssystemen Microsoft Windows, macOS, Google Android OS, Apple iOS und Linux. Für die Browser Google Chrome und Mozilla Firefox stehen Erweiterungen zum Download bereit.

Der Windows-Client hat eine einfache Benutzeroberfläche und funktioniert wie andere VPN-Apps. Der aktuelle Standort und IP-Adresse wird klar angezeigt. Alternative Standorte sind über eine Liste auswählbar und eine Verbindung mit einem Klick aufgebaut. Die Serverliste hat kein Favoritensystem, weshalb ein nerviges Scrolling erforderlich ist. Die Auslastung der Server in Großbritannien ist mit 69 bis 112 Prozent am höchsten, während andere Server mit maximal 25 Prozent ausgelastet sind. Zwischen den Protokollen OpenVPN UPD/TCP, L2TP und PPTP kann gewechselt werden. Die “Kill Switch”-Option trennt die Internetverbindung, wenn die VPN-Verbindung eine Unterbrechung erfahren sollte.

Performance

Der Zugriff auf nahezu jede größere Webplattform ist RusVPN möglich und stellte sich als korrekt heraus. Zum Beispiel kann auf das US-Angebot von Netflix ebenso zugegriffen werden wie auf das nordamerikanische YouTube, was mit unterschiedlichen Standorten funktioniert.

Nach dem OpenSpeedTest kann der VPN-Bandbreite teilweise überzeugen, da vor allem bei britischen Verbindungen die Geschwindigkeit mit 25 bis 30 Megabit pro Sekunde eher mau ausfällt. Bei Nutzung deutscher VPN-Server des Anbieters wurden durchschnittlich 50 Megabit Bandbreite gemessen.

Fazit

Im Endergebnis bietet RusVPN einige Pluspunkte, die sich in einer benutzerfreundlichen Bedienung, fairen Preis, vielen Apps und einer hervorragenden Website-Entsperrung wiederspiegeln. Auf der Schattenseite sind die Datenschutzprobleme, Unklarheiten bei der Privatsphäre und Logging zu nennen. Die Minuspunkte könnte der VPN-Dienst in rund zwei Jahren gelöst haben, doch bis dahin bleibt RusVPN nur bedingt empfehlenswert.