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Was machte das iPhone 5s so besonders?

Immer mal wieder kommt es in der Technik vor, dass ein bestimmter Meilenstein erreicht wird. Bei Apple dürfte es sich dabei um das iPhone 5s gehandelt haben, da das Smartphone mit einer Reihe von Neuerungen daherkam, die noch heute von Relevanz sind. Denn zwar hat es ein mittlerweile biblisches Alter von vier Jahren erreicht, aber dennoch kann man damit noch gut zurechtkommen, und das ist bei Smartphones selten.

Touch ID und 64 Bit

Aber was genau macht das iPhone 5s so besonders? Apple hat vor allem zwei große Features beim letzten 4-Zoll-Flaggschiff eingeführt, nämlich Touch ID und einen 64-Bit-Prozessor. Touch ID sei dabei als erstes genannt, da es sich dabei um ein Feature handelt, von dem auch der Nutzer profitiert. Es sorgt dafür, dass immer mehr Nutzer ihr Smartphone mit einem Code geschützt haben, da die lästige Eingabe desselben entfällt. Man muss es mit dem Fingerabdruck freischalten, was schnell geht und bequem ist, aber dennoch die Vorteile des Codes auslebt. Denn der Code erlaubt eine Verschlüsselung der Nutzerdaten, an der sich schon das FBI die Zähne ausgebissen hat.

Das andere große Feature ist eines, das ein Nutzer zunächst gar nicht mitbekommen hat, aber es zeigt jetzt seine Vorzüge – der 64-Bit-Prozessor. Apple hat im Vergleich zum iPhone 5, dem direkten Vorgänger, kräftig an der Performance gedreht. Wie langsam der nur ein Jahr ältere Chip war, zeigt die letzte verfügbare iOS-Generation, nämlich iOS 10, die das iPhone 5 auf dem Zahnfleisch hat laufen lassen, während das 5s auch mit iOS 11 noch eine gute Figur macht – jedenfalls im Rahmen dessen, was iOS 11 erlaubt, denn die vielen kleinen Bugs und Glitches betreffen auch neuere Geräte. Das hat Apple zuletzt mit dem iPhone 3GS und iOS 6 geschafft, aber das ist schon so lange her, dass man heute niemandem mehr ernsthaft raten würde, das 3GS produktiv einzusetzen.

Lebensverlängernde Maßnahmen

Ein Besitzer eines iPhone 5s, der mit der Größe zufrieden ist und noch nicht auf Performance-Limitierungen stößt, kann mit dem Smartphone durchaus noch eine Weile auskommen, wenngleich aufgrund des Alters so langsam Mangelerscheinungen auftreten könnten. Das wäre beispielsweise der Akku, der nicht mehr die Leistung bringt, die er innehielt, als er neu war. Oder der Bildschirm: Bei einem bis zu vier Jahre altem Smartphone, das in der Zwischenzeit ein Gebrauchsgegenstand war, lässt es sich manchmal nicht vermeiden, dass es auch mal unsanft auf dem Boden der Tatsachen ankommt. Die Rückseite ist dank des Aluminium-Gehäuses immun gegen Stürze, aber der Bildschirm ist es nicht und dann kann es „zur Installation der Spinnennetz-App“ kommen. AppleCare+ gab es seinerzeit noch nicht und selbst wenn wäre die Garantie schon lange abgelaufen.

Also was tun? In dem Fall kann man im Internet ein iPhone 5S Display kaufen und die Reparatur selbst durchführen. Neben den Ersatzteilen sind die Anleitungen und sogar Werkzeuge schon dabei. Das Schöne am iPhone, speziell an älteren Modellen, ist die modulare Bauweise, durch die es ermöglicht wird, dass der Austausch leicht von der Hand geht. Der Bildschirm – oder besser gesagt die gesamte Front-Partie – ist mit nur zwei Schrauben und einem Kabel vom Gehäuse getrennt und kann dann ausgebaut und getauscht werden.

Ähnlich sieht es übrigens mit dem Akku aus. Auch dieser liegt nach dem Abheben des Bildschirms offen und kann dann problemlos gewechselt werden, oftmals sogar schmerzfreier als der Bildschirm selbst. Denn wie eingangs schon erwähnt, ist Touch ID eines der Features gewesen, das neu beim 5s war und wenn das System feststellt, dass der Home-Button (samt Touch ID) nicht original ist, wird das Feature abgeschaltet, um die Integrität zu schützen. Denn zuweilen wurden auch schon Ersatzbildschirme gefunden, die mit einem Dummy-Home-Button daherkommen, der dem System einfach immer Erfolg melden, unabhängig davon, ob der richtige Finger aufgelegt wurde.

Dass Apple den Bildschirm übrigens als ein Teil vorsieht, mag zunächst ärerlich klingen, hat aber den Vorteil, dass der Austausch dafür recht einfach geht und die Verarbeitungsqualität hochwertig wirkt. Denn der Bildschirm ist mit dem Glas verklebt, um keinen zu großen Unterschied in der Tiefe zwischen Glas und Bildschirm zu erzeugen, was es erleichtert, das Smartphone aus einem Winkel zu verwenden. Weiterhin kann so kein Schmutz eindringen. Nachteilig ist natürlich, dass man für ein geplatztes Glas auch den Bildschirm austauschen muss (samt Touch-Eingabe), obwohl das augenscheinlich nicht unbedingt nötig wäre.

Schutz durch Folie

Wer es gar nicht erst soweit kommen lassen möchte, dass der Bildschirm wegen der eigenen Unachtsamkeit getauscht werden muss, der kann auf eine Displayschutzfolie zurückgreifen. Diese hat sich in der Vergangenheit gut bewährt und kann die Energie, die beim Sturz zu Boden frei wird, größtenteils auffangen und so verhindern, dass das Glas splittert. Doch Obacht: Das schafft sie nur, wenn sie sorgfältig aufgeklebt wird, es dürfen nach Möglichkeit keine Luftlöcher entstehen. Außerdem erreicht sie ihre Grenzen, wenn die Kante des iPhones aufschlägt – aber hier ist das iPhone 5s im Vorteil, da es sehr leicht ist.

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