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Was sind Hoverboard, Segway und Co.?

Die Mobilität spielt in der modernen Gesellschaft eine immer größere Rolle. Schließlich wohnen die Menschen unmittelbar in der Nähe ihrer Arbeitsstelle oder des Ausbildungsplatzes, wie es noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war. Jedoch ist die steigende Mobilität bereits in vielen Regionen zu einem Problem geworden, das sich vor allem in den Städten offenbart: Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten sind kilometerlange Staus keine Seltenheit. Hinzu kommt, dass die persönliche Mobilität immer mehr kostet, sodass die Fahrt mit dem eigenen Auto für so manchen schon fast ein Luxusgut geworden ist. Es braucht also nicht zu wundern, dass sich alternative und innovative Verkehrsmittel immer größerer Beliebtheit bei den Verbrauchern erfreuen.

Innovative Fortbewegungsmittel – was ist das?

Noch gibt es keine einheitliche Definition für innovative Fortbewegungsmittel, die zumeist elektrisch betrieben werden. Grundsätzlich gilt aber, dass sich der Elektro-Antrieb auf jede beliebige Form von Fortbewegungsmitteln übertragen lässt. Es ist also davon auszugehen, dass der Trend immer mehr in diese Richtung geht. Hier sind einige Beispiele für alternative Fortbewegungsmittel:

Das Hoverboard – wenn Science Fiction real wird

Als Hoverboards werden selbst schwebende Skateboards bezeichnet, die erstmals in der Komödie „Zurück in die Zukunft“ zu sehen waren. Seit den ausgehenden 1980er Jahren haben daraufhin mehrere Hersteller versucht, dieses Prinzip auch technisch umzusetzen. Funktionsfähige Modelle gibt es von mehreren Herstellern jedoch erst seit 2014. Charakteristisch für Hoverboards ist die Tatsache, dass diese Rollbretter ausschließlich durch eine Verlagerung des eigenen Körpergewichts gesteuert werden. Allerdings ist ein Motor eingebaut, sodass Hoverboards Geschwindigkeiten von mehr als sechs Kilometern pro Stunde erreichen. Deshalb gelten sie in Deutschland auch als Kraftfahrzeuge, jedoch gibt es bislang noch keinen entsprechenden Führerschein, weshalb Hoverboards nicht auf der Straße gefahren werden dürfen. Weil das Nutzen der Geräte auch auf Fußgänger- und Radwegen nicht erlaubt ist, können Hoverboards bislang nur auf Privatgelände genutzt werden.

Der Großteil der Hoverboards sieht ähnlich aus wie ein Skateboard, das allerdings nicht der Länge nach gefahren wird, sondern quer. Man steht also normal und aufrecht darauf. Links und rechts befinden sich im Verhältnis zum Brett große Räder, in der Mitte sind Motor, Akku sowie die Steuerelektronik verbaut. Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl von Modellen, die unterschiedliche Eigenschaften (wie Gewicht, Geschwindigkeit usw.) aufweisen. Da diese Fortbewegungsmittel in Deutschland bislang noch keinen gesetzlichen Grundlagen unterliegen (außer dass es sich der gängigen Meinung von Polizei und Anwälten zufolge um Kraftfahrzeuge handelt), sollte man sich vor dem Kauf gut informieren, welches Hoverboard für die eigenen Ansprüche am besten geeignet ist. Neben dem Preis ist vor allem das Gewicht und das Fahrgefühl sowie die Reichweite mit einer Akkuladung entscheidend, wobei sich diese Faktoren zum Teil einander bedingen: Ist der Akku leer, muss das Hoverboard getragen werden, dann ist ein niedriges Gewicht von Vorteil. Andererseits kommt ein Großteil des Gewichts vom Akku, der entsprechend eine höhere Reichweite verspricht. Hier gilt es, einen geeigneten Kompromiss zu finden. Testberichte zeigen übrigens, dass der Preis allein nicht unbedingt kaufentscheidend sein sollte. Natürlich ist bei günstigen Modellen mit Abstrichen zu rechnen, gleichzeitig bedeutet ein hoher Preis aber nicht unbedingt, dass die Qualität automatisch überlegen ist.

Die verschiedenen Hoverboard-Modelle

Am weitesten verbreitet dürfte das klassische Hoverboard sein, bei dem es sich um ein Rollbrett mit zwei Rädern handelt. Auch wenn diese Modelle oft als Mini-Segways bezeichnet werden, unterscheiden sie sich in wesentlichen Kriterien dennoch von diesem Fortbewegungsmittel. So besitzt ein klassisches Hoverboard etwa keine Lenkstange und hat ein wesentlich geringeres Gewicht. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Reifen von Hoverboards schmaler sind als bei einem Segway. Sehr beliebt sind außerdem die sogenannten Monowheel-Hoverboads, die lediglich einen Reifen besitzen. Weil diese sehr kompakt gebaut sind, können sie problemlos überallhin mitgenommen werden.

Des weiteren wird für Hoverboards auch jede Menge Zubehör angeboten, sodass sich das Board nahezu beliebig verwandeln lässt. Gerade für Anfänger empfiehlt es sich, zusätzlich einen Hoverboard-Lenker zu kaufen, weil das Steuern des Boards zunächst einmal eine gewisse Zeit der Eingewöhnungsphase dauert. Der Lenker wird dabei durch einen Haltering, der sich am Ende der Lenkstange befindet, direkt mit dem Board verbunden, das Hoverboard verwandelt sich also gewissermaßen in ein Mini-Segway.

Wer sich lieber sitzend auf seinem Hoverboard fortbewegt, kann zu einem Hoverkart oder Hoverseat greifen. Bei dieser Erweiterung wird das Board an das Kart montiert und dient als Hinterrad, welches das Kart antreibt.

Das Hoverboard lässt sich mit einem denkbar geringem Aufwand aber auch in ein Hoverbike verwandeln. Das entsprechende Zubehör wird in der Mitte des Boards befestigt und das eigentliche Hoverboard dient als Vorderrad und dient als Antrieb.

Der Segway

Auch beim Segway handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug, welches lediglich zwei auf einer Achse liegende Räder besitzt. Zwischen diesen Reifen steht der Fahrer, der vor sich eine Lenkstange hat. Charakteristisch für Segways ist, dass jedes Rad von einem eigenen Elektromotor angetrieben wir. Kurvenfahrten werden deshalb durch eine unterschiedliche Drehzahl an den Rädern ermöglicht.

Der Segway gilt als selbst balancierendes Fahrzeug, welches ganz automatisch in jene Richtung fährt, in die sich der Fahrer lehnt. Ebenso wie bei einem Hoverboard steuert der Fahrer die Fortbewegung also einzig und allein durch die Gewichtsverlagerung. Denn Bedienelemente – etwa zum Beschleunigen oder Bremsen – fehlen beim Segway, weshalb eine intuitive Bedienung des Fahrzeuges notwendig ist.

Segways erreichen eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 20 Kilometern pro Stunde und haben eine Reichweite von bis zu 38 Kilometern. Jedoch ist die maximale Reichweite von mehreren Faktoren abhängig. Hier spielt das Gewicht des Fahrers ebenso eine Rolle wie die Art des Geländes oder die aktuelle Temperatur.

Erfunden wurde das Segway übrigens vom US-amerikanischen Unternehmer Dean Kamen. Dieser hatte das Prinzip der dynamischen Stabilisierung eigentlich für einen elektronischen Rollstuhl namens iBot entwickelt, der dadurch beispielsweise Treppen überwinden kann. Er wollte anschließend die Balancierautomatik auf alltagstaugliche Fahrzeuge übertragen, um die Städte vom Autoverkehr zu entlasten. Schließlich wurde Segway am 3. Dezember 2001 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Deutschland war das Fahren mit Segways zunächst einmal verboten, weil es keine verkehrsrechtliche Zulassung gab. Erstmals wurde in Hamburg 2006 eine Zulassung für Stadtrundfahrten erteilt, ein Jahr später im Saarland für die private Nutzung. In ganz Deutschland sind Segways schließlich seit dem 25. Juli 2009 zugelassen. Wer einen Segway fahren möchte, muss dafür zumindest dazu berechtigt sein, ein Mofa zu fahren und braucht ein Versicherungskennzeichen. Erlaubt ist das Fahren allerdings nur auf Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Gibt es diese nicht, darf innerhalb von Ortschaften auch auf der Straße gefahren werden.

So wird der Segway genutzt

Privatpersonen sind oft von dem hohen Anschaffungspreis für einen Segway abgeschreckt. Jedoch hat sich dieses Fortbewegungsmittel bereits in einigen Nischenmärkten durchgesetzt. So setzen inzwischen viele Wachdienste, Sicherheitsfirmen und sogar Polizeidienststellen Segways als Patrouillenfahrzeuge ein. Auch als Behindertenfahrzeug, für Stadtführungen und als teambildende Maßnahme bei Betriebsausflügen haben sich Segways mittlerweile etabliert.

Elektro-Scooter

Elektro-Scooter stellen eine hervorragende Alternative zu den doch relativ teuren Elektro-Rollern dar. Denn bei den Scootern handelt es sich im Grunde um Tretroller, die mit einem Elektromotor ausgestattet sind, welcher durch einen Akku oder Batterien betrieben. In aller Regel sind mit einem Elektro-Scooter Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern in der Stunde möglich. Beim Kauf eines Elektro-Scooters ist es vor allem wichtig, auf die Straßenzulassung zu achten. Denn wenn das Gerät keine entsprechende Zulassung besitzt, darf es lediglich auf Privatgelände gefahren werden, nicht jedoch im öffentlichen Raum.

Die verschiedenen Arten von Elektro-Scootern

Am weitesten verbreitet dürfte wohl der Cityroller sein, der darauf ausgelegt ist, auf einem trockenen und einen relativ ebenen Untergrund gefahren zu werden. Weil Cityroller relativ kleine Räder haben, ist deren Federung auch entsprechend hart.

Beim Kickboard handelt es sich um eine Mischung aus Roller und Skateboard. Die meisten Kickboards besitzen drei Räder, wovon sich zwei vorne befinden. Darüber hinaus besitzt dass Kickboard einen Knauf statt eines Lenkers.

Stunt Scooter zeichnen sich durch ihre äußerst flexible Achse und die besonders kleinen Räder aus. Diese Bauweise macht das Gefährt geradezu ideal für diverse Tricks und Stunts. Selbst das Fahren auf einer Halfpipe ist mit diesem Gefährt möglich.

Die wichtigsten Kaufkriterien für einen Elektro-Scooter

Die wohl wichtigste Frage beim Kauf eines Elektro-Scooters lautet, ob er mit Batterie oder einem Akku betrieben wird. Batterien haben den Nachteil, dass sie mit schöner Regelmäßigkeit ausgetauscht werden müssen, während ein akkubetriebener Roller einfach ans Stromnetz angeschlossen werden kann. Adlerdings sind die Ladezeiten sehr hoch und der Aktionsradius ist eher gering.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Leistung eines Elektro-Scooters ist, umso höhere Geschwindigkeiten lassen sich damit erreichen. Allerdings ist eine Maximalgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde durchaus realistisch. Welche Höchstgeschwindigkeit sich tatsächlich erreichen lässt, hängt aber stark vom Hersteller und dem jeweiligen Modell ab. Hier können die Unterschiede relativ groß sein.

Aktualisiert am 29.11.2018

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