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Welcher Browser arbeitet am energieeffizientesten

Ein Internetbrowser muss für die meisten Nutzer schnell sein und eine umfangreiche Ausstattung bieten, dadurch kann man zügig und effektiv arbeiten. An diesen Kriterien gibt es auch nichts auszusetzen, schließlich ist dies genau das Ziel. Vor allem auf einem Rechner oder einem stets am Stromkabel hängenden Laptop sprechen diese Anforderungen dafür, im Akkumodus allerdings spielt der Akkuverbrauch sehr wohl eine entscheidende Rolle. Hier sind in erster Linie das Notebook und das Tablet zu erwähnen. Je früher die Batterie schlapp macht, desto weniger Arbeit kann man auf dem Gerät schaffen. Microsoft, die mit dem Microsoft Edge selbst einen Browser haben, hat deshalb einen Akkulaufzeit-Test durchgeführt, welcher zusätzlich noch die beiden Konkurrenten Mozilla Firefox und Google Chrome berücksichtige. Sie alle traten also im Test an, das Ergebnis zwischen Platz eins und Platz drei ist allerdings enorm.

Der Test

Nachdem Microsoft das April 2018 Update für Windows 10 veröffentlicht hatte, stand eine erneute Suche nach dem energieeffizientesten Browser an. Wie man diesem Satz entnehmen kann, gab es also schon einmal einen solchen Test. Die Umstände sahen folgendermaßen aus: Es kamen identische Notebooks mit installiertem Windows 10 Version 1803 zum Einsatz, die mit den jeweiligen Browsern bestückt waren (natürlich immer die aktuellste Version). Darauf lief anschließend ein HD-Video ab, welches in einer Schleife immer wieder gestreamt worden ist. Am Ende wurde dann gemessen, wann welchem Notebook der Saft ausgegangen ist.

Das Ergebnis

Mit großem Abstand ist der Firefox von Mozilla der Verlierer. Mit nur 7 Stunden, 15 Minuten und 16 Sekunden hatte er gegen die beiden Kontrahenten keinerlei Chancen. Platz zwei sicherte sich der Google Chrome, erst nach 12 Stunden, 32 Minuten und 58 Sekunden musste er wegen leerer Batterie aufgeben. Noch einen Tick besser schnitt Microsofts Edge ab, er hielt 14 Stunden, 20 Minuten und 7 Sekunden durch und sicherte sich souverän den Platz an der Sonne. In Prozentzahlen gemessen sind es gegenüber dem Chrome 14 Prozent mehr Durchhaltevermögen, im Vergleich zum Firefox-Browser sind es unglaubliche 98 Prozent. Grob gesagt kann man also mit dem Microsoft Edge doppelt so lange Arbeiten arbeiten (auf den Firefox bezogen).

Die Browserwahl überdenken

In der Regel hat jeder Nutzer einen bevorzugten Browser. Entweder gefällt die Optik, oder der Funktionsumfang passt einfach zu den eigenen Bedürfnissen. Von den Ladegeschwindigkeiten her gibt es heute zwar ebenfalls noch Unterschiede, allerdings sind diese im Alltag so gut wie nicht erkennbar. Wesentlich entscheidender ist die Frage, auf welchem Endgerät der Browser laufen soll. Handelt es sich tatsächlich um ein Tablet oder um ein Notebook mit Akkubetrieb, dann sollte man sich nicht nur auf die Optik oder die Ausstattung verlassen. Unterwegs zählt vor allem eine lange Akkulaufzeit, die, wie man an dem Test eindeutig sieht, nicht nur von der Größe des Akkus abhängt. Auch die Software trägt ihren Teil dazu bei, wobei der Browser zu den am meist genutzten Anwendungen zählt. Firefox-Nutzer sollten es also im Außenbetrieb tatsächlich mal mit dem Microsoft Edge oder dem Google Chrome probieren, auch wenn einem die beiden Alternativen nicht zu 100 Prozent zusagen. Die Unterschiede bei den Laufzeiten sind aber so groß, dass es sich am Ende mehr als auszahlt.

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