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Wie teuer muss beziehungsweise sollte ein Smartphone eigentlich sein?

Die Preise in der Smartphone-Branche könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Einstieg in die Welt der mobilen Geräte gelingt bereits für rund 100 Euro (zum Teil sogar noch günstiger), nach obenhin gibt es jedoch fast keine Grenzen. Neue Flaggschiffe knacken immer öfters die Marke von 1.000 Euro (vor allem die Marktführer sind damit gemeint), manche Spezialausführungen liegen sogar deutlich darüber (zum Beispiel das Huawei Mate RS mit 2.100 Euro). Doch warum gibt es solche enormen Unterschiede überhaupt und wer benötigt ein Smartphone für so viel Geld?

Punkt eins: Das Gehäuse beziehungsweise die Verarbeitung

Die großen Unterschiede ergeben sich natürlich nicht durch Zufall, sondern das Ganze hängt von mehreren Faktoren ab. Einer davon betrifft das Gehäuse, denn während günstige Geräte oft auf Kunststoff setzen, gibt es im Premium-Bereich Glas und Metall/Aluminium. Die Materialien fühlen sich deutlich hochwertiger an und geben auch einen entsprechenden Eindruck wieder, kosten dafür aber auch etwas mehr. Man muss jetzt aber keine 1.000 Euro ausgeben, denn manchmal haben auch Modelle aus der Mittelklasse bessere Materialien verbaut. Man muss sich also entscheiden, ob einem ein qualitatives Gehäuse wichtig ist oder nicht.

Punkt zwei: Die Hardware

Der wohl ausschlaggebendste Punkt ist die Hardware. Damit sind in erster Linie das Display, der Prozessor, der Arbeitsspeicher und der interne Flash-Speicher gemeint. Man darf aber auch Komponenten wie die Lautsprecher und die Kamera nicht vergessen. Preiswerte Handys haben meist eine niedrige Auflösung (führt zu einem weniger scharfen Ergebnis), die CPU arbeitet langsamer (der Start von Apps dauert länger und manche Spiele laufen nicht ruckelfrei) und es gibt weniger RAM (Multitasking ist nur begrenzt möglich). Außerdem macht die Kamera qualitativ schwächere Bilder und es gibt nur einen kleinen internen Speicher. All diese Faktoren beeinflussen den Preis und sind ausschlaggebend dafür, wie leistungsfähig ein Smartphone ist.

Punkt drei: Die Vermarktung

Zum Gehäuse und zur Hardware gesellt sich dann noch die Vermarktung. Es ist kein Geheimnis, dass man bei den großen Unternehmen auch für den Namen bezahlt. Weniger bekannte Hersteller verzichten meist auf diesen „Zusatz“, schalten dafür aber auch weniger Werbung. Unterm Strich kommt es also auch auf die Marke an, wie viel ein Gerät kostet.

Das Fazit

Der Preis eines Smartphones hängt von verschiedenen Punkten ab. Entscheidend ist aber letztendlich die Leistung, denn wer tiefer in die Geldbörse greift, der bekommt auch eine bessere Hardware und mehr Performance.

Beim Kauf kommt es aber nicht ausschließlich auf den Preis an, denn in erster Linie spielen die persönlichen Anforderungen die Hauptrolle. Ein Modell für 800 Euro käme zwar mit allem erdenklichen Schnickschnack daher, doch ohne dessen Nutzung würde einem beispielsweise auch die beste Kamera nicht viel bringen. Wer tatsächlich die aktuell beste Technik haben möchte, der kommt um ein Flaggschiff so oder so nicht herum. Wird das Gerät aber überwiegend zum Telefonieren, Schreiben/Chatten und Surfen verwendet, dann reicht der Griff zur Mittelklasse vollkommen aus. Besonders günstige Handys sind grundsätzlich auch nicht verkehrt, man muss dann aber mit deutlichen Abstrichen bei der Performance rechnen. Für einfache Aufgaben reicht es meist noch, aber zum Zocken oder als Arbeitsgerät sind sie ein absolutes No-Go. Ein Smartphone muss demnach nur so teuer sein, wie es die eigenen Wünsche erfordern.