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Wunschkennzeichen online reservieren per Smartphone

Wer eine bestimmte Buchstaben- und Zahlenkombination auf seinem Nummernschild führen wollte, musste lange Zeit bangen: Ist das angepeilte Wunschkennzeichen noch verfügbar? Seit Kurzem ist es möglich, Kennzeichen bereits vor dem eigentlichen Besuch in der Zulassungsstelle zu reservieren – und das bequem online, bei Belieben sogar mit dem Smartphone. Das was muss man bei der Wunschkennzeichenreservierung beachten?

Kennzeichen einfach übers Internet reservieren: Vorteile im Blick

Das eigene Geburtsdatum zusammen mit den Initialen auf dem Autokennzeichen – ein echter Klassiker. Doch in den wenigsten Fällen haben Autofahrer in der Zulassungsstelle das Glück und bekommen aus Zufall ihre Namenskürzel zugeteilt. Wer dennoch ein Schilderpaar mit einer bestimmten Buchstaben- und Zahlenkombination möchte, muss ein Wunschkennzeichen reservieren.

Das erforderte in Vergangenheit einiges an Aufwand. In der zuständigen Zulassungsbehörde wurde eine Nummer gezogen und Schlange gestanden, was mitunter viel Zeit in Anspruch nehmen konnte – insbesondere zur Rushhour. Nachdem das gewünschte Kennzeichen erteilt wurde, stand die Schilderprägung auf dem Programm. Erst nach einem weiteren Besuch in der Zulassungsstelle, wo schließlich die Zulassungsstempel auf dem Schild angebracht wurden, war das aufwendige Prozedere geschafft.

Das geht heute um einiges einfacher: Über PC, Laptop, Tablet und sogar das Smartphone können Interessierte zunächst die Verfügbarkeit des gewünschten Schildes prüfen. Sind die Wunschkennzeichen noch nicht anderweitig vergeben, lassen sie sich nicht nur verbindlich reservieren, sondern auch online bestellen und nach Hause liefern. Dies ist wesentlich zeitsparender, als das Ganze analog abzuwickeln. Wer übers Smartphone reserviert, kann außerdem direkt über Apple Pay und Google Pay bezahlen – das verspricht eine super einfache Handhabung.

Wunschkennzeichen übers Smartphone ordern: Einfach und günstig

Apropos bezahlen: Neben dem einfachen Handling ist auch der Kostenfaktor fürs Wunschkennzeichen nicht unerheblich. Die Onlinebestellung ist in aller Regel wesentlich preiswerter, als die Schilder vor Ort beim Schildermacher prägen zu lassen. Das beruht auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Schilderprägereien, die sich meistens neben den Zulassungsbehörden befinden, sind oft die einzigen am Platz – was sich auch am erhöhten Preis der Nummernschilder widerspiegelt.

Die Onlinereservierung der Wunschkennzeichen ist bindend: Das bedeutet, wurde die gewünschte Buchstaben- und Ziffernkombination gewählt und verbindlich reserviert, ist sie 31 Tage lang für den jeweiligen Interessenten blockiert. Wer in diesem Zeitraum die Kennzeichen ordert und das Fahrzeug schließlich zulässt, profitiert von günstigen Preisen und spart sich das Schlangestehen in der Zulassungsstelle.

Übrigens: Wer seine Reservierung nicht in Anspruch nimmt und sich noch umentscheidet, muss die deutschlandweit einheitliche Reservierungsgebühr von 12,80 Euro nicht zahlen. Das ist nicht nur fair, sondern erlaubt noch einige Tage Bedenkzeit – während die gewünschten Autonummern bereits blockiert sind.

Achtung: Einige Kennzeichen sind nicht erlaubt

Wunschkennzeichen, ja – aber Initialen und Geburtsdatum sind nicht mehr verfügbar? Auch dann gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten, den Nummernschildern am Fahrzeug eine individuelle Note zu verleihen. Viele Eltern wählen zum Beispiel die Anfangsbuchstaben des Kindernamens bzw. der Kindernamen und das Geburtsjahr. Auch „Paarschilder“ sind eine Option: Das Nummernschild bildet die beiden Anfangsbuchstaben der Verliebten und zum Beispiel das Kennenlerndatum ab. Spaßschilder bieten ebenfalls eine Option. Hier ergibt es Sinn, zu überlegen, die Städtekennung noch mit einzubeziehen. Das Kürzel für die Stadt Bamberg lautet „BA“. Mögliche witzige Kombinationen wären dann „BA-BY“, „BA-BE“ oder „BA-LU“. Ähnliches gilt für Hannover mit dem Städtekürzel „H“. Hier bietet sich „H-OT“ an – was Vorbeifahrende sicherlich zum Lachen bringen wird. Auch die Typenbezeichnung des Autos wird häufig gewählt, beispielsweise bei einem BMW E 36 entsprechend das Wunschkennzeichen „E 36“.

Einige Schilderkombinationen sind aus historischen Gründen nicht erlaubt. So unter anderem die Kürzel „HH“, „SS“, „SA“ „IS“, denen ein verfassungsfeindlicher Hintergrund beigemessen wird. Ob eine Buchstabenkombination schlussendlich erlaubt ist, hängt immer von der jeweiligen Zulassungsbehörde ab. Jeder Landkreis bzw. jede Stadt kann für sich entscheiden, welche Nummernschilder als verbotene Kennzeichen gewertet werden und welche Wunschkennzeichen erlaubt sind.