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Selbständigkeit als IT-Berater: Vorbereitung ist alles

Der technologische Wandel macht sich auch in der Berufswelt bemerkbar. Während Handwerksbetriebe um ihre Attraktivität als Ausbilder und Arbeitgeber bangen, erfreut sich die IT-Branche schon seit geraumer Zeit regem Zulauf. Insbesondere das Berufsbild des IT-Beraters erscheint vielen Männern und Frauen attraktiv und zukunftsfähig. Der Weg in dieses Berufsfeld führt jedoch nicht nur über ein Angestelltenverhältnis. Wer sich selbständig machen will, muss jedoch einiges bedenken.

Welche Voraussetzungen dem Erfolg auf die Sprünge helfen

Beratungsleistungen im Bereich der IT sind für Unternehmen von heute unverzichtbar. Bei der Einführung neuer Systeme, der Schulung von Mitarbeiter und auch im laufenden Betrieb setzen sie auf zusätzliches Know-How und beziehen es aus externen Quellen. Diese Quellen können einerseits Beratungshäuser sein, die mehrere IT-Berater beschäftigen und entsprechend zum Kunden entsenden. Andererseits sind jedoch auch einfache „One-Man-Shows“ - also Einzelunternehmer als IT-Berater – durchaus gefragt.


Die IT-Beratung ist für Frauen und auch Männer ein attraktives Berufsfeld

Der Umsatz der gesamten Branche steigert sich schon seit Jahren deutlich. Das zeigt auch eine Prognose, die für das Jahr 2020 Umsätze in Höhe von mehr als zwanzig Milliarden Euro voraussagt. Wer also glaubt, in der IT-Beratung ließe sich gutes Geld verdienen, der irrt nicht. Dennoch wäre es fatal, allzu blauäugig an das Unterfangen Selbständigkeit heranzugehen. Denn insbesondere in einer so umkämpften Branche wie der IT-Beratung kommt es auf solides Know-How und hohe Fachkompetenz an.

Daher ist es für künftige Selbständige unabdingbar, in ihre berufliche Zukunft zu investieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, durch gezielte Weiterbildung Zertifikate und Zulassungen zu erhalten, die das eigene Wissen auch nach außen hin verdeutlichen. Zudem kann gute Weiterbildung im täglichen Berufsleben tatsächlich von Vorteil sein. Wer sich hier anstrengt, muss nicht fürchten, im weiteren Verlauf von Anforderungen seiner Auftraggeber überfordert zu werden. Um die richtige Weiterbildungsstrategie zu finden, sollten Männer und Frauen sich zunächst darüber bewusst werden, welchen Weg sie konkret einschlagen möchten. So braucht ein Experte im Bereich der Berechtigungen selbstverständlich ganz anderen Input als ein Berater für Cloud-Services oder Big Data.

Abgesehen vom fachlichen Hintergrund spielt auch der Bereich sogenannter Soft Skills eine entscheidende Rolle. Erfolg als Selbständiger zu haben, ist schließlich kein Unterfangen, das sich von ganz alleine entwickelt. Persönliche Eigenschaften wie

  • Ehrgeiz,
  • Eloquenz,
  • Durchhaltevermögen
  • und Kritikfähigkeit

sind entscheidende Punkte, wenn es um den Aufbau einer tragfähigen Selbständigkeit geht.

Starten im Nebenberuf als clevere Taktik

Ein Kaltstart in die Selbständigkeit ist nicht immer empfehlenswert. Selbst wenn die IT-Beratung als zukunftsfähiges Feld gilt, müssen dennoch Kunden gefunden und Umsätze generiert werden. Von heute auf morgen gelingt das auch dem fähigsten Fachmann nicht. Aus diesem Grund kann es sehr sinnvoll sein, die persönlichen Pläne mit dem eigenen Arbeitgeber zu besprechen und nach einem cleveren Weg zu suchen.

Oft arbeiten künftige IT-Berater bereits in anderen beliebten IT-Berufsfeldern. Das verschafft ihnen eine solide Vorausbildung und entsprechende Berufserfahrung. Wer dem Angestelltenverhältnis auf lange Sicht betrachtet den Rücken kehren will, benötigt in jedem Fall die Erlaubnis des eigenen Arbeitgebers, um nebenberuflich mit der Selbständigkeit starten zu können. Ob diese Erlaubnis letztlich gegeben wird, kann nur individuell beantwortet werden. Ein Problem kann eine mögliche Konkurrenzsituation darstellen. So wird der Inhaber eines IT-Beratungshauses kaum daran interessiert sein, dass sich sein Arbeitnehmer künftig als Konkurrent am Markt positioniert. Inwiefern sich dann dennoch ein gangbarer Weg finden lässt, kann nur in Gesprächen herausgefunden werden.


Ohne finanziellen Rückhalt fällt der Start oft schwer

Doch der Start im Nebenberuf hat viele Vorteile. So bietet der bisherige Job eine gewisse finanzielle Sicherheit, was den Erfolgsdruck mindern kann. Zunächst mit wenigen Stunden in der Woche zu starten und das eigene Unternehmen auf Kurs zu bringen, lässt sich in aller Regel schon durch die Verringerung der bisherigen Arbeitszeit bewerkstelligen. Im weiteren Verlauf kann dann mit wachsendem Erfolg Stück für Stück mit der Stundenreduzierung weitergemacht werden. Der Moment, in dem die Selbständigkeit dann dazu in der Lage ist, den persönlichen Lebensstandard zu tragen, markiert den optimalen Zeitpunkt für die Kündigung.

Um finanziell gut aufgestellt zu sein, benötigen IT-Berater selbstverständlich auch solides Know-How rund um ihre Ausgaben und Einnahmen als Selbständiger. Erste Hilfe bei der Kalkulation von Stundensätzen liefert ein Artikel von gulp.de. Niemals vergessen sollten selbständige dabei, dass sie sehr viel höhere Kosten tragen müssen als noch zu Zeiten des Angestelltenverhältnisses. Wer das nicht berücksichtigt, setzt oftmals deutlich zu niedrige Stundensätze an und kann sich langfristig nicht oder nur mit extremem Aufwand über Wasser halten.

Wichtiges zu Recht und Versicherung

Ist die Entscheidung für den Weg in die Selbständigkeit gefallen, müssen selbstverständlich auch rechtliche und steuerliche Aspekte berücksichtigt werden. Eine Anmeldung beim zuständigen Finanzamt ist in jedem Fall notwendig. Hier sollten IT-Berater zunächst überlegen, wie ihre Chancen stehen, als Freiberufler anerkannt zu werden. Da das Berufsbild des IT-Beraters als katalogähnlich gilt, könnte so die Anmeldung eines Gewerbes umgangen werden. Die genauen Voraussetzungen hierfür erfragen Interessierte am besten bei ihrem zuständigen Finanzamt oder einem fachkundigen Steuerberater.


Fehler bei der Beratung können schnell passieren und teuer werden

Darüber hinaus müssen IT-Berater weder in einer Kammer Mitglied sein, noch eine offizielle Erlaubnis beantragen. Ein wichtiger Punkt jedoch sind Versicherungen. Immerhin schlummert gerade im Bereich der Informationstechnologie viel finanzielles Potenzial. Fehlentscheidungen oder falsche Beratung können hier unter Umständen existenzbedrohendes Ausmaß annehmen. So nennen Versicherer beispielsweise Situationen wie den Verlust von Kundendaten, Programmierfehler oder auch Urheberrechtsverletzungen als mögliche Problemfälle, die sich beispielweise mit einer speziellen IT-Haftpflichtversicherung bei Hiscox abdecken lassen.

Ein letzter und sehr wichtiger Punkt ist die Versorgung des Selbständigen in puncto Rente und Krankenversicherung. In beiden Bereichen sind Selbständige gut damit beraten, sich rechtzeitig um eine lückenlose Versicherung zu kümmern. Ein Anruf bei der eigenen Krankenkasse ist meist recht aufschlussreich und hilft bei der Entscheidung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Beide Fälle nämlich bringen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Ob eine Pflicht zur Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung besteht, lässt sich am besten schon früh im Rahmen eines sogenannten Statusfeststellungsverfahrens herausfinden.