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Abmahnungen im Internet - muss das immer sein?

Heute bin ich auf einen doch recht erschreckenden Bericht gestoßen. Der Artikel an sich ist das natürlich nicht, aber der Hintergrund und die verschiedenen Informationen. Thomas Bindl schreibt in seinem Blog darüber, dass er bereits im Januar 2009 von der Firma Fairrank abgemahn wurde. Grund hierfür ist eine negative Äußerung im Forum OMTalk, die Fairrank scharf kritisieren soll. Zwar löschte Thomas Bindl alle ihm bekannten Beiträge sofort, doch die Firma Fairrank besteht auf die Abgabe einer Unterlassungsklasse. Anscheinend haben alle modernen Mittel, um miteinander zu kommunizieren, sei es E-Mail, Telefon oder Handy, versagt. Jetzt musst Thomas Bindl sicherstellen, dass auf OMTalk kündtig keine negativen Äußerungen über Fairrank mehr zu finden sind, auch später darf sich das Forum nichts verschulden.

Meines Erachtens kann man die aktuellen Rechtslagen zum Themen freie Meinungsäußerung im Internet und speziell in Foren nicht erfüllen. Gerade in großen Foren würde es sich als sehr schwer erweisen, wenn man jeden Beitrag von einem Mitglied zuerst persönlich freigegen müsste. Ich glaube, dass das nicht gehen kann. Deswegen befindet man sich immer auf einem rutschigen Pfad, leider auch wenn Moderatoren in einem Forum auf die Beiträge achten sollen.

Ich hoffe, dass sich Thomas Bindl vor Gericht durchsetzen kann. Nach der Abmahnwelle von DSDS oder der Deutschen Bahn hoffe ich jetzt nicht, dass es auch das Projekt von Thomas treffen wird, welches geschlossen werden muss. Außerdem hoffe ich, dass die Firma Fairrank vor Gericht kein Recht bekommt und das Internet aus Angst und Ungerechtigkeit nicht weitere Projekte verlieren wird.