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Apple – HTML5 Demoseite floppt

Apple und Adobe sind nicht gerade die besten Freunde. In der Vergangenheit gab es oft wegen dem von Adobe entwickeltem Programm Flash Streit. Apple lässt kein gutes Wort an die Entwicklungsumgebung für interaktive Inhalte im Internet heran und Adobe versucht derweilen sein Produkt auch auf mobilen Endgeräten zu verbreiten. Die Gründe für die Verachtung von Flash liegen laut dem IPhone Hersteller zum einen in der Labilität des Systems, dem hohen Ressourcenverbrauch, sowie der mangelnden Sicherheit für Benutzer.

Nicht verwunderlich ist deshalb, dass Apple mit Hochdruck versucht die Werbetrommel für das noch in der Entwicklung steckende HTML5 anzutreiben, da der neue HTML-Standard Flash durchaus gefährlich werden könnte. Nun wirbt der Konzern seit dem Wochenende mit einer speziellen Internetseite, die auf den ersten Blick die Vorzüge des neuen HTML5 aufzeigen soll.

Blöd nur, dass sich die Seite auf den zweiten Blick als ausgefuchste Werbeanzeige für den hauseigenen Browser Safari entpuppt. Denn der eigentlich offene Web-Standard kann erst mit dem Safari-Browser auf der Internetseite begutachtet werden. Dazu wird von Apple der User-Agent-String des Benutzers ausgelesen. Verwendet dieser einen Browser der Konkurrenz, wird ihm der Zugang per Warnschild untersagt. Vielleicht soll so der Eindruck entstehen, Safari wäre der einzige Browser, der HTML5 unterstützt.

Dass dem mitnichten so ist beweist Google mit dem Browser Chrome. Auf der kleinen Testseite html5test.com schneidet Safari mit 27 Punkten weniger ab, als der Browser von Google. Damit wäre erstens klar, Apple nutzt offene Standards für Eigenwerbung und zweitens, Safari hat ein HTML5 Vorrecht gar nicht erst verdient.

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