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Facebook: Weitergabe von Adressen und Rufnummern gestoppt

Am 16. Januar 2011 war es die Meldung schlechthin. “Facebook-Entwickler und Anbieter von Drittapplikationen können künftig auf Adressen und Telefonnummern von Mitgliedern des Sozialen Netzwerkes zugreifen”. Nun schaltet das Unternehmen einen Gang zurück und will die Funktion komplett überarbeiten - zugunsten des Nutzers.

Douglas Purdy schreibt dazu im Entwickler-Blog, dass der Nutzer selbst entscheiden soll, ob er seine Daten zur Verfügung stellen möchte.

Over the weekend, we got some useful feedback that we could make people more clearly aware of when they are granting access to this data. We agree, and we are making changes to help ensure you only share this information when you intend to do so.

Facebook will nun in den nächsten Wochen die grundlegende Basis hierfür schaffen und das Feature erst dann wieder freischalten, wenn keine Sicherheitsbedenken mehr bestehen. Purdy reagiert damit wahrscheinlich auf scharfe Kritik unter anderem von Sicherheitsexperten des Internetportals Sophos. Geht es nach Facebook, soll das Tool Usern beim Onlinekauf behilflich sein, indem es automatisch die persönlichen Daten einträgt. Zusätzlich möchte man Nutzern Angebote via SMS zukommen lassen.

Identitätsdiebstahl zum Greifen nah

Nicht vertrauenswürdige App-Entwickler haben in den letzten Monaten immer wieder versucht, persönliche Daten von Facebook-Nutzern zu sammeln. Nicht ohne Grund: Immerhin spricht man von über 500 Millionen Aktiven, die bei Facebook den persönlichen Daten-Striptease online zelebrieren. Doch dieser ist nicht ungefährlich. In den letzten Monaten sind immer wieder Rogue-Attacken vorgekommen, die Nutzer dazu auffordern an betrügerischen Umfragen teilzunehmen. Hätte das Netzwerk die aktuelle Lücke nicht gestopft, wären die Entwickler der Drittanbieter in der Lage, die Handynummern für SMS-Spam zu missbrauchen. Die Adresse wäre dazu ein willkommender Datensatz für spezielle Marketingstrategien. Der mögliche Identitätsdiebstahl wäre zum Greifen nah.

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