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Google – China Konflikt gelöst

Da in China das Internet aufgrund der dortigen Regierung noch immer zensiert wird, muss Google jährlich eine Lizenz erwerben, um die Suchmaschine weiterhin im Land anbieten zu dürfen. Um die Erlaubnis zu erhalten muss Google alle Suchergebnisse zensieren. Nachdem der Konzern sich Ende 2009 dazu entschloss die Zensurfilter endgültig zu entfernen, drohte dem Google Standort China die Schließung.

Nun wurde bekannt, dass Google die benötigte Lizenz doch noch bis zum Jahr 2012 verlängern konnte und den Standort nicht schließen wird. Aus der Einigung geht hervor, dass der Konzern sein Web-Angebot wieder zensieren muss. Bisher wurden Besucher der chinesischen Internetpräsenz zum Ableger in Hongkong weitergeleitet. Dieser ist auf Grund der dortigen Sonderverwaltungszone unzensiert. Die direkte Weiterleitung soll in Zukunft nicht mehr geschehen. Der Kompromiss mit den chinesischen Behörden erlaubt Google jedoch einen sichtbaren Link zum unzensierten Ableger.

Mit dieser Einigung gibt sich der Suchmaschinen-Anbieter vorerst zufrieden und China duldet die zum Teil ungefilterten Suchergebnisse. Ob entsprechende Internetseiten am Ende jedoch auch auf den Client-Computern angezeigt werden ist ungewiss, da viele Seiten von der chinesischen Firewall abgefangen und blockiert werden. Der einzige Unterschied zur vorherigen Situation ist, dass die Bevölkerung nun sehen kann, welche Informationen gesperrt sind.

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