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kino.to-Programmierer legt umfassendes Geständnis ab

Der Programmierer der Streaming-Website kino.to hat bei der Verfahrenseröffnung vor dem Landgericht Leipzig ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 29-Jährige Mann aus dem Raum Hamburg hatte die gesamte Website programmiert. Für seine gesamten Dienste soll er rund eine Million Euro erhalten haben.

kino.to war eine der größten und beliebtesten deutschen Webseiten, wenn es um das Streaming von Filmen und Serien geht. Im vergangenen Jahr endete der Betrieb schlagartig. Die Polizei nahm das Angebot hoch, zahlreiche Hintermänner wurden verhaftet. Seither wurden einige Prozesse gegen die Hintermänner geführt.

Gegen den Programmierer der Website wurde das Verfahren am vergangenen Freitag vor dem Landgericht Leipzig eröffnet. Gleich zu Beginn legte der 29 Jahre alte Mann aus dem Raum Hamburg ein Geständnis ab. Im Jahr 2008 habe er die erste Version der Website programmiert.

Von 500 Euro zu einer Million Euro

Für seine ersten Dienste habe er neben Zigaretten und Cola auch 500 Euro erhalten. Über die Jahre hinweg blieb der ehemalige Philosophie-Student dem Portal weiter erhalten. Seine Unterstützung wurde dabei finanziell honoriert. Sein Einkommen stieg auf bis zu 50.000 Euro pro Monat.

Bis zum Bust im Jahr 2011 soll er rund eine Million Euro verdient haben. Am Ende habe er sogar mehr oder minder als Chef des Portals fungiert. Der eigentliche Betreiber wollte sich wohl damit selbst aus der Schussbahn bringen.

Man wähnte sich in einer Grauzone

In seinem Geständnis betonte der junge Mann außerdem, dass er sich nicht darüber im Klaren gewesen sei, dass seine Handlungen illegal sein könnten. Er habe sich stets in einer rechtlichen Grauzone gesehen. Dass es für ihn auch Gefängnis bedeuten könnte, war ihm nicht klar.

Der Programmierer befand sich seit vergangenem Jahr in Untersuchungshaft. Das Streaming-Portal kino.to verzeichnete zu Spitzenzeiten mehrere Millionen Nutzer. Die Einnahmen der einzelnen Hintermänner waren beachtlich.

Dass auch die Anbieter movie2k sowie kinox.to nicht legal sind, erklärt mmnews.de. Der Artikel beschreibt, warum movie2k nicht legal sein kann.

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