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Megaupload: Daten werden noch mindestens 2 Wochen gespeichert

Aufatmen bei zahlreichen Megaupload-Nutzern, die den Dienst zur legalen Verbreitung ihrer Dateien genutzt haben. Eine geplante Löschung sämtlicher Serverdaten am kommenden Dienstag wurde abgesagt. Alle Dateien sollen mindestens zwei weitere Wochen gesichert bleiben. Wir halten Sie bezüglich der Megaupload-Schließung auf dem Laufenden.

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) muss gerade schmerzlich lernen, dass Filehoster nicht nur für illegale Zwecke verwendet werden. Nach dem Megaupload-Bust waren viele legale Nutzer von ihren privaten Backups abgeschnitten. Eine angekündigte Löschung der Dateien am kommenden Donnerstag wurde abgesagt.

Die Luft wird dünner

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich diverse Vertretungen der Piratenpartei organisiert. Sie wollen rechtlich gegen die Abschaltung von Megaupload vorgehen.

Im Zuge des Busts habe man nämlich nicht nur "Raubkopien" aus dem Netz geworfen. Auch legale Dateien wie etwa Backups privater Fotos und Dateien sind für die Nutzer unerreichbar.

Löschankündigung verärgert Massen

Gelagert werden die Dateien bei den US-amerikanischen Hostern Carpathia und Cogent. Seitens des FBI hatten diese die Erlaubnis erhalten, die Dateien zu löschen. Aufgrund eingefrorener Konten bezahlt Megaupload nämlich nicht mehr für den Speicherplatz.

Eine für Donnerstag angekündigte Löschung wurde nun jedoch um "mindestens zwei Wochen" verschoben. Zumindest für Dateien, die definitiv nicht gegen Urheberrechte verstoßen und von "legalen" Nutzern stammen.

Megaupload strebt Einigung an

Bis dahin will Megaupload eine Einigung mit den US-Behörden finden. Diese befinden sich in einer schwierigen Position. Ob die Beweise ausreichen, um die Anklage zu tragen, ist fraglich.

Der Rechtsbeistand von Megaupload-Betreiber Kim Schmitz, Ira Rothken, lehnt eine Löschung auch aus Verteidigersicht strikt ab. Unter den Dateien befänden sich Informationen, die für die Verteidigung wichtig sind. Die übereilt wirkende Löschfreigabe des FBI erhält dadurch einen besonderen Beigeschmack.

Nutzer gelangen nicht an Daten

Wie Carpathia Hosting derweil erklärt habe, sei man weder technisch noch rechtlich in der Lage, Nutzern ihre Dateien auszuhändigen. Wer bei Megaupload etwas gehostet habe, müsse sich an Megaupload wenden. Für die User ist dies kaum eine Option.