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Umfrage: TV-User setzen auf Multitasking

Eine aktuelle Studie von Deloitte aus den USA zeigt auf, was im Netz jeder US-Bürger schon lange wusste: Multitasking wird durch das TV buchstäblich gefördert. Nebenbei wird gesurft, fleißig SMS versendet oder auch einfach nur telefoniert. Dennoch bleibt festzuhalten, dass noch immer 79 Prozent aller Befragten "reines" Fernsehen bevorzugen.

Die Umfrage startete am 10. September und endete am 08.Oktober 2010. 2000 Personen wurden zu ihrer persönlichen TV-Nutzung befragt. Die 14- bis 75-jährigen befinden weiterhin, dass das TV auch in Zukunft der König aller Unterhaltungsgeräte bleibt. Und das, obwohl bereits über 85 Prozent einen Desktop-PC besitzen, weitere 68 Prozent nutzen zusätzlich noch ein Notebook, 41 Prozent surfen sogar regelmäßig mit ihrem Smartphone im Netz.

Veränderungen sind spürbar

Die allgemeine TV-Nutzung ist aber gerade dabei, sich zu verändern. So surfen 42 Prozent neben den Sendungen im TV gleichzeitig im Internet. 29 Prozent telefonieren nebenbei mit Freunden und 26 Prozent der Verbraucher chatten oder versenden SMS.

Ist TV schauen nur noch eine Randerscheinung, ein Akt, der zunehmend im Hintergrund läuft? Nein. Studien beweisen, dass es sich um das Programm selbst handelt. Viele Sender setzen heutzutage auf Trash. Auch hierzulande, zuletzt mit der Sendung "Das Dschungel-Camp", wurden Millionen Zuschauer an die Geräte gelockt. Doch während Jay und die anderen B-Stars um die Grüne Krone kämpften, wurden fleißig die Timelines von Facbook und Twitter gefüllt.

Streams im Internet

Dennoch ist das TV ein wichtiges Medium. So geben 74 Prozent an, das TV auch ohne Facebook, Twitter und Telefonat zu nutzen - das sei aber Programm-abhängig. Die jüngere Generation dagegen ist bereits auf einen technischen Wechsel vorbereitet. 37 Prozent der bis zu 27-jährigen gab an, TV-Streams im Internet vorzuziehen. Diesem Treiben kann und will die Industrie nicht einfach so zuschauen. Daher gibt es bereits TV-Geräte, die Internet und Multimedia-Anwendungen fest integriert haben.