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Videodienst Netflex beliebter als Googles YouTube?

Googles YouTube ist geschlagen. Das zeigt eine nun veröffentliche Umfrage, die im Auftrag von Goldman Sachs durchgeführt worden ist. Von 2.000 US-Bürgern nutzen über 700 Bürger die Videoplattform Netflix. YouTube werde nach den Umfrageergebnissen lediglich von 400 Personen geklickt.

Ist YouTube aber tatsächlich geschlagen? Glaubt man der Umfrage von Goldman Sachs, ist zumindest bei über 700 Befragten das Videoportal von Google kein Thema mehr. Dennoch muss man die Umfrage ein wenig mit Vorsicht genießen. So setzt das Portal Netflix auf komplette Videos wie Hollywoodstreifen, ganze Konzerte und sogar ein komplettes TV-Programm steht im Angebot.

144 Unique Visitors

YouTube dagegen zeigt nur bis zu zehn Minuten lange Videos. Die Absprungrate ist demnach bei YouTube wesentlich höher. Dagegen punktet Google mit 144 Millionen so genannter Unique Visitors im Monat Februar. Dabei wird der einzelne Nutzer nur einmal gezählt und anhand seiner IP erkannt - geht der Nutzer mehrfach auf dasselbe Video, wird trotzdem nur ein Klick gespeichert.

Netflex, die Videoflatrate

Netflex ist in solchen Listen nicht einmal unter den Top 10 zu finden. Warum? Das Unternehmen baut auf seine 20 Millionen Abonnenten. Sie zahlen knapp acht Dollar, umgerechnet sechs Euro, für eine Video-Flatrate. Packt der Nutzer noch zwei Euro drauf, kann er sich DVDs per Post zukommen lassen – dann sogar ohne zuzuzahlen. Das besondere an Netflex ist zweifelsohne das Zusammenspiel mit anderen Geräten. Der Dienst kann über die Konsolen Wii, Playstation 3 und Microsofts Xbox 360 Filme auf das TV streamen.

Im Gegensatz zum Googles YouTube lässt sich mit Netflex also richtig gutes Geld verdienen. Leider ist der Dienst zurzeit nur aus den USA zu erreichen. YouTube ist aber weltweit aktiv und steht auch schon mit einigen Unternehmen in Verhandlungen, um das Videoportal mit Filmen, Sportveranstaltungen und Konzerten rentabel zu machen (wir berichteten). Als dritte Kraft in den Staaten reiht sich Apples iTunes ein. Der hier in Deutschland, dank der Gema, verschriene Dienst HULU liegt laut der Umfrage auf dem fünften Platz.

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