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Sicheres Passwort

Sichere Passwörter sind bei der Vielzahl an Online-Kennungen ein absolutes „Must-Have“. Doch nach wie vor nutzen viele Internetnutzer schwache Passwörter wie „123456“. Techfacts zeigt Ihnen, wie Sie sich ein sicheres Passwort erstellen und auch langfristig merken können.

Die Sicherheit Ihrer Online-Konten hängt maßgeblich von der „Stärke“ Ihres Passworts ab. Je komplexer dieses ist, umso schwieriger ist es für Dritte zu erraten. Aus diesem Grunde sollten Sie nach Möglichkeit keine schwachen Passwörter verwenden.

Wie sieht ein sicheres Passwort aus?

Ein sicheres Passwort zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nicht einfach „erraten“ werden kann. Es handelt sich also um keinen feststehenden Begriff, der über eine Wörterbuch-Attacke herausgefunden werden kann. Vielmehr ist das Passwort absolut einzigartig und nicht ohne größeren Aufwand zu eruieren.

Sichere Passwörter bestehen meist aus einer losen Folge von Zahlen, Buchstaben sowie Sonderzeichen und ergeben im Optimalfall keinen konkreten Sinn. Es herrscht also kein Bezug zu einem realen Sachverhalt, über den sich das Passwort herausfinden lässt.

10 Tipps für ein sicheres Passwort

Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen nutzen

Ein sicheres Passwort zeichnet sich dadurch aus, dass es Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen im Wechsel beinhaltet.

Beispiel: T€CHF4CT§

Kleinbuchstaben verwenden

Entscheiden Sie sich zudem nicht nur auf großgeschriebene Buchstaben. Auch die Kleinschreibung erhöht die Sicherheit eines Passwortes ungemein.

Beispiel: T€chF4CT§

Kreativ sein

Seien Sie kreativ und verwenden Sie keine Standard-Passwörter wie „abc123“.

Keine persönlichen Informationen verwenden

Geben Sie keine Bezugspunkte an – Zahlen beispielsweise sollten also nicht auf Ihr Geburtsjahr hinweisen.

Passwort merken

Bei aller Sicherheit muss ein Passwort auch einfach zu merken sein.

Passwort nicht aufschreiben

Notieren Sie sich Ihr Passwort nach Möglichkeit niemals. Das erhöht das Risiko, dass Unbefügte Zugriff zu Ihre Accounts erhalten.

Experimentieren Sie

Experimentieren Sie mit verschieden Möglichkeiten erst einmal schriftlich. Vernichten sie im Anschluss Ihre Notizen.

Assoziationen ausdenken

Kreative Passwörter sind mit Assoziationen leichter herzustellen. Haben Sie beispielsweise die Angewohntheit, jeden Morgen schon 07:00 Uhr zu Frühstücken, könnte Ihr Passwort wie folgt lauten.

Merksatz: Ich frühstücke jeden Morgen schon 07:00 Uhr!
Passwort: IfjMs07:00U!

Zeichenlänge beachten

Achten Sie auf eine ausreichende Zeichenlänge. Mindestens acht Zeichen sollte Ihr Passwort in jedem Fall haben. Besser sind mehr.

Passwort nicht verraten

Verraten Sie niemandem Ihr Passwort. Auch gute Freunde können neugierig werden und versuchen sich, in Ihrem Namen beispielsweise in Sozialen Netzwerken einzuloggen, um Nachrichten lesen zu können.

Wie sehen unsichere Passwörter aus?

Unsichere Passwörter fallen durch ihre Einfachheit auf. Spezielle Software, die nicht legal genutzt werden, um Accounts zu hacken, testen diese oftmals zuerst. Zu den unsicheren Passwörtern zählen beispielsweise folgende.

  • 123456
  • test
  • test123
  • qwertz
  • Passwort

Warum sind sichere Passwörter so wichtig?

Sichere Passwörter sind von elementarer Bedeutung, wenn es um den Schutz Ihrer Online-Aktivitäten geht. Stellen Sie sich vor, jeder könnte sich in Ihr Facebook- oder Mail-Konto einloggen. Oder aber Dritte hätten Zugang zu Ihrem Amazon-Kundenkonto.

Sichere Passwörter bewahren Sie nicht nur davor, von Dritten ausspioniert zu werden. Sie verhindern auch erheblichen Schaden, der Ihnen entstehen kann, wenn Dritte mit Ihrem Mail-Account plötzlich Spamnachrichten oder dergleichen versenden. Die Möglichkeiten der schädlichen Nutzungen sind dabei unzählbar.

Wie kann ich mich vor Passwort-Diebstahl schützen?

Der beste Schutz gegen Passwort-Diebstahl ist nach wie vor ein sicheres Passwort, welches nur Sie allein kennen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Service-Anbieter im Netz inzwischen eine zweistufige Autorisierung an. Das bedeutet, dass Ihr Konto mit einer Handynummer verknüpft wird.

Sollten Dritte also an Ihr Mailkonto gelangen, werden Sie per SMS darüber informiert und können das Konto noch einmal zurücksetzen.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat sich umfassend mit dem Thema Diebstahl auseinandergesetzt. Auf e-recht24.de finden Sie speziell dazu acht weitere nützliche Tipps, wie Sie Angriffe durch Hacking vorbeugen.

Wie merke ich mir ein sicheres Passwort?

Der schwierige Teil beim Erstellen sicherer Passwörter liegt darin, dass man sich diese auch merken muss. Niemandem nützt ein kompliziertes und komplexes Passwort, wenn es ständig vergessen wird. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Passworterstellung auf eine Eselsbrücke oder einen Satz zurückzugreifen.

Denken Sie dazu an Sätze aus Ihrem Leben: „Ich habe mit 28 Jahren meine Frau geheiratet!“ Daraus kann das Passwort „Ihm28JmFg!“ werden. Zusätzlich ist es leicht zu merken. Auf diese Art können Sie eine Vielzahl von sicheren Passwörtern erstellen, die Sie sich auch langfristig merken können.

Effektiv merken Sie sich nämlich nicht eine wirre Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen, sondern einen feststehenden Satz. Dieser kann auch von Dritten praktisch nicht erraten werden.

Welche Möglichkeiten habe ich noch?

Wenn Ihnen einfach kein Satz einfallen will, versuchen Sie auf etwas zurückzugreifen, das Ihnen bekannt ist. Beispielsweise eine Märchengeschichte wie „Der Wolf und die 7 Geißlein“. Hieraus entsteht das Passwort „DWud7G“. Ergänzen Sie den Ausdruck noch durch ein Ausrufezeichen, haben Sie bereits ein sehr sicheres Passwort, auch wenn es nicht acht Zeichen umfasst.

Als letzte Alternative stehen Ihnen Passwort-Generatoren im Internet zur Verfügung. Die Auswahl kostenloser Programme ist hierbei schier endlos. Wählen Sie ein beliebiges aus, und lassen Sie sich damit ein sicheres Kennwort erstellen. Mitunter haben Sie dann jedoch Schwierigkeiten beim Merken.

Sehr empfehlenswert ist auch das Programm 1Password, welches jedoch kostenpflichtig ist. Diese Software generiert Ihre Passwörter automatisch und speichert diese für jede Webseite ab. Aufgrund der Kompatbilität zu Windows und Mac sowie iOS und Android eignet sich 1Password auch hervorragend für Synchronisationen zwischen mehreren Geräten.

Was tun, wenn ich mein Passwort vergessen habe?

Es ist eine der unangenehmsten Situation, die es gibt. Man hat plötzlich ein wichtiges Passwort vergessen. In den meisten Fällen ist es wenig ratsam, hier sofort in Panik auszubrechen. Bleiben Sie erst einmal ruhig und überlegen Sie ganz genau, ob es Ihnen nicht doch wieder einfällt.

Je nachdem wo Sie dieses Passwort benötigen, können Ihnen Dritte eventuell helfen. Im Falle eines Mailkontos könnten Sie beispielsweise auf die „Passwort vergessen“ Funktion zurückgreifen. Wenn es sich um das Windows-Logon Passwort handelt, kann Ihnen ein Computerexperte Ihres Vertrauens sicher behilflich sein.

In unseren speziellen Ratgebern erklären wir Ihnen, wie Sie vorgehen müssen:

Gibt es kostenlose Plugins für Firefox, Chrome und IE, um Passwörter zu merken?

Ein besonders bekanntes und beliebtes Plugin, mit denen sich Firefox, Chrome & Co. Passwörter merken können, ist LastPass. Der Vorteil von LastPass im Gegensatz zur Browser-eigenen Lösung: Man muss die Anmeldedaten einer Website nur einmal eingeben und speichern. Beim erneuten Besuch kann man diese automatisch eintragen lassen. Dafür muss man nur das LastPass-Hauptpasswort kennen.

Anstatt sich also unzählige verschiedene Passwörter zu merken, müssen Sie sich nur ein wichtiges Passwort merken, um an alle Ihre anderen Passwörter zu gelangen. Die gespeicherten Passwörter werden übrigens verschlüsselt abgelegt.